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S-Bahn mit noch weniger Wagen
Die Bahn kann in Zukunft noch weniger Wagen pro Zug einsetzen als geplant

Die Rückkehr zum Normalfahrplan mit Betrieb auf allen Linien wird für die S-Bahn immer mehr zur Utopie. Jetzt muss sie ab Oktober den Einsatz der betriebsfähigen Fahrzeuge so anpassen, dass bei diesen Wagen die Bremssandbehälter täglich geprüft werden können, was zu längeren Abstellzeiten führt. Bisher gab es eine Frist zwischen 7 und 14 Tagen. Wegen der häufigeren Kontrollen können dann noch weniger Wagen eingesetzt werden als bisher. Der Bahnkonzern, bei dem Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) interveniert hatte, teilte ihr mit, dass man erst Anfang Oktober imstande sei, zu sagen, wie viele Wagen die S-Bahn in den folgenden Wochen einsetzen könne. Der Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, bezeichnete dies als einen „unternehmerischen Offenbarungseid.“

Schon jetzt kann die S-Bahn weniger Züge fahren lassen, als im Notbetrieb geplant war, weil sie auf neue Achsen und Räder warten müsse, für die es bei den Herstellern lange Lieferfristen gebe. Unverdrossen verkündet das Unternehmen aber weiter, nach dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember zum Normalbetrieb zurückkehren zu wollen – allerdings weiter mit kürzeren Zügen als üblich. Junge-Reyer sagt dazu, sie glaube bei der Bahn nur noch, was sie auch sehe.

Die tägliche Prüfung der Bremsbehälter ist eine späte Folge eines Auffahrunfalls im November 2006. Im Bahnhof Südkreuz war damals eine S-Bahn gegen ein abgestelltes Prüffahrzeug geprallt; mehr als 30 Fahrgäste waren verletzt worden. Der Triebfahrzeugfahrer hatte zwar heftig gebremst, allerdings war der Behälter für den Bremssand leer, der bei Gefahrenbremsungen auf die Schiene gestreut wird, um die Bremswirkung zu erhöhen. Warum die Behälter aber erst jetzt täglich kontrolliert werden, beantwortete weder das EBA noch die S-Bahn. Im Regionalverkehr sind tägliche Kontrollen üblich. Die Probleme seien seit langem bekannt, kritisierte Franz. Das neuerliche Desaster lasse sich damit nicht begründen.

Weil auch die Bremssteuerung der Fahrzeuge der neuesten Baureihe 481 konstruktionsbedingt bei Notbremsungen nicht optimal funktioniert, muss zudem die Software angepasst werden. Auch dies war nach dem Unfall schnell klar. Bis heute gibt es dafür aber noch keine Lösung. Die S-Bahn hofft, vor Jahresende eine Lösung gemeinsam mit dem Eisenbahn-Bundesamt finden zu können. Danach müssen die 500 Doppelwagen umgebaut werden, was wiederum zu längeren Aufenthalten in den Werkstätten führen wird.

Erst nach einem Umbau der Bremssteuerung dürfen die Züge wieder mit vollem Tempo fahren. Nach dem Unfall 2006 – und nach dem Ausfall der Zwangsbremsung bei der Vorbeifahrt an einem Halt zeigenden Signal – hatte das Eisenbahn-Bundesamt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 80 km/h reduziert.
S-Bahn mit noch weniger Wagen
Die Bahn kann in Zukunft noch weniger Wagen pro Zug einsetzen als geplant

Die Rückkehr zum Normalfahrplan mit Betrieb auf allen Linien wird für die S-Bahn immer mehr zur Utopie.
Die Bahn kann in Zukunft noch weniger Wagen pro Zug einsetzen als geplant

Die Rückkehr zum Normalfahrplan mit Betrieb auf allen Linien wird für die S-Bahn immer mehr zur Utopie. Jetzt muss sie ab Oktober den Einsatz der betriebsfähigen Fahrzeuge so anpassen, dass bei diesen Wagen die Bremssandbehälter täglich geprüft werden können, was zu längeren Abstellzeiten führt. Bisher gab es eine Frist zwischen 7 und 14 Tagen. Wegen der häufigeren Kontrollen können dann noch weniger Wagen eingesetzt werden als bisher. Der Bahnkonzern, bei dem Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) interveniert hatte, teilte ihr mit, dass man erst Anfang Oktober imstande sei, zu sagen, wie viele Wagen die S-Bahn in den folgenden Wochen einsetzen könne. Der Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, bezeichnete dies als einen „unternehmerischen Offenbarungseid.“

Schon jetzt kann die S-Bahn weniger Züge fahren lassen, als im Notbetrieb geplant war, weil sie auf neue Achsen und Räder warten müsse, für die es bei den Herstellern lange Lieferfristen gebe. Unverdrossen verkündet das Unternehmen aber weiter, nach dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember zum Normalbetrieb zurückkehren zu wollen – allerdings weiter mit kürzeren Zügen als üblich. Junge-Reyer sagt dazu, sie glaube bei der Bahn nur noch, was sie auch sehe.

Die tägliche Prüfung der Bremsbehälter ist eine späte Folge eines Auffahrunfalls im November 2006. Im Bahnhof Südkreuz war damals eine S-Bahn gegen ein abgestelltes Prüffahrzeug geprallt; mehr als 30 Fahrgäste waren verletzt worden. Der Triebfahrzeugfahrer hatte zwar heftig gebremst, allerdings war der Behälter für den Bremssand leer, der bei Gefahrenbremsungen auf die Schiene gestreut wird, um die Bremswirkung zu erhöhen. Warum die Behälter aber erst jetzt täglich kontrolliert werden, beantwortete weder das EBA noch die S-Bahn. Im Regionalverkehr sind tägliche Kontrollen üblich. Die Probleme seien seit langem bekannt, kritisierte Franz. Das neuerliche Desaster lasse sich damit nicht begründen.

Weil auch die Bremssteuerung der Fahrzeuge der neuesten Baureihe 481 konstruktionsbedingt bei Notbremsungen nicht optimal funktioniert, muss zudem die Software angepasst werden. Auch dies war nach dem Unfall schnell klar. Bis heute gibt es dafür aber noch keine Lösung. Die S-Bahn hofft, vor Jahresende eine Lösung gemeinsam mit dem Eisenbahn-Bundesamt finden zu können. Danach müssen die 500 Doppelwagen umgebaut werden, was wiederum zu längeren Aufenthalten in den Werkstätten führen wird.

Erst nach einem Umbau der Bremssteuerung dürfen die Züge wieder mit vollem Tempo fahren. Nach dem Unfall 2006 – und nach dem Ausfall der Zwangsbremsung bei der Vorbeifahrt an einem Halt zeigenden Signal – hatte das Eisenbahn-Bundesamt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 80 km/h reduziert.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
Touristen retten Berlin
Einigkeit bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen: Tourismus kann für die Hauptstadt zum "Retter in der Finanznot" werden

Berlin wird wachsen.
Einigkeit bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen: Tourismus kann für die Hauptstadt zum "Retter in der Finanznot" werden

Berlin wird wachsen. Mit Tourismus, Elektroautos, schnellem Internet und Gesundheit sollen laut der McKinsey-Studie „Berlin 2020“ 160.000 neue Jobs in der Hauptstadt entstehen. Ein ambitioniertes, aber realistisches Ziel, meint Katrin Suder, Leiterin des Berliner McKinsey-Büros.

Insbesondere über das Wachstumspotential des Tourismus diskutierten jetzt Vertreter verschiedener Branchen unter dem Titel „Berlin-Tourismus: Retter der Finanznot?“ im Rahmen der Berliner Wirtschaftsgespräche. Einig waren sich die Diskutanten darin, dass Berlin auch in Zukunft ein beliebtes Urlaubsziel ist. Es bleibe aber der „härteste Hotelmarkt der Welt“, betonte Burkard Kieker, Geschäftsführer von Berlin Tourismus Marketing GmbH. Er befürchte in diesem Bereich eine Blase.

Dennoch könnten im nächsten Jahrzehnt bis zu 500.000 neue Jobs geschaffen werden. Neben dem Tourismus, dem mit einem Jobvolumen von bis zu 115.000 möglichen Stellen die Spitze der Liste potenzieller Wachstumsbranchen reserviert bleibt, reihen sich außerdem die Elektromobilität, die Informations- und Kommunikationstechnologie und die Gesundheit ein. Schon heute beschäftigt die Tourismusbranche mit 160.000 Arbeitsplätzen 10% aller Erwerbstätigen der Stadt und ist damit Berlins größter Jobmotor. Um das Potenzial voll auszuschöpfen, müssen neue Besuchergruppen wie beispielsweise junge Familien oder Senioren gewonnen werden, sagt Jasper zu Putlitz, der Tourismusexperte bei McKinsey. Gelingen könnte das durch die Kombination von Kultur- und Erholungsreisen und den Ausbau der Messe- und Kongresskapazitäten. Schulklassen, Jugendgruppen und Wochenendabenteurer kommen jetzt schon gern in die Hauptstadt. Das internationale Besucherprofil wird von Westeuropäern und Amerikanern bestimmt. Eine Öffnung für Besucher aus Osteuropa und Fernost birgt ein enormes Potential, meint zu Putlitz.

Die gute Nachricht des Abends: Vor allem in Schwellenländern wie Indien oder China nehme das Interesse an Berlin bereits weiter zu.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
United Buddy Bears in Helsinki
The Art of Tolerance in Helsinki

Vom 01. September bis zum 26. Oktober 2010 werden die United Buddy Bears erstmals in Nordeuropa zu Gast sein: Helsinki, Finnland, ist die 20. Station der Welttournee.
The Art of Tolerance in Helsinki

Vom 01. September bis zum 26. Oktober 2010 werden die United Buddy Bears erstmals in Nordeuropa zu Gast sein: Helsinki, Finnland, ist die 20. Station der Welttournee.

Die Ausstellung wird von der Deutschen Botschaft, der Buddy Bär Berlin GmbH und dem Goethe-Institut Finnland mit Unterstützung der Stadt Helsinki und DB Schenker veranstaltet. Die Schirmherrschaft trägt der Oberbürgermeister von Helsinki, Jussi Pajunen.

Feierliche Eröffnung

Am 01. September 2010 wird die Ausstellung feierlich durch Jussi Pajunen (Oberbürgermeister von Helsinki und Schirmherr der Ausstellung), Dr. Peter Scholz ( Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Finnland), Göran Aberg (DB Schenker OY), Christine Haderthauer (Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen ) sowie Eva und Dr. Klaus Herlitz (Initiatoren des Projektes) um 16.00 Uhr auf dem Senatsplatz (Senaatintori) in Helsinki eröffnet.

Unter den rund 1.000 erwarteten Gästen werden neben Botschaftern, Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur auch zahlreiche Journalisten sein.

Fotowettbewerb: United Buddy Bears und visitBerlin.de prämieren das schönste Ausstellungsfoto

Während der Ausstellung findet ein Fotowettbewerb statt, bei dem das originellste auf dem Senatsplatz gemachte Bild mit einer Berlin-Reise für zwei Personen prämiert wird. Die Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb finden sich unter der Webanschrift www.ubb-helsinki.com.

 

 
Die Bahn kann in Zukunft noch weniger Wagen pro Zug einsetzen als geplant

Die Rückkehr zum Normalfahrplan mit Betrieb auf allen Linien wird für die S-Bahn immer mehr zur Utopie. Jetzt muss sie ab Oktober den Einsatz der betriebsfähigen Fahrzeuge so anpassen, dass bei diesen Wagen die Bremssandbehälter täglich geprüft werden können, was zu längeren Abstellzeiten führt. Bisher gab es eine Frist zwischen 7 und 14 Tagen. Wegen der häufigeren Kontrollen können dann noch weniger Wagen eingesetzt werden als bisher. Der Bahnkonzern, bei dem Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) interveniert hatte, teilte ihr mit, dass man erst Anfang Oktober imstande sei, zu sagen, wie viele Wagen die S-Bahn in den folgenden Wochen einsetzen könne. Der Chef des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, bezeichnete dies als einen „unternehmerischen Offenbarungseid.“

Schon jetzt kann die S-Bahn weniger Züge fahren lassen, als im Notbetrieb geplant war, weil sie auf neue Achsen und Räder warten müsse, für die es bei den Herstellern lange Lieferfristen gebe. Unverdrossen verkündet das Unternehmen aber weiter, nach dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember zum Normalbetrieb zurückkehren zu wollen – allerdings weiter mit kürzeren Zügen als üblich. Junge-Reyer sagt dazu, sie glaube bei der Bahn nur noch, was sie auch sehe.

Die tägliche Prüfung der Bremsbehälter ist eine späte Folge eines Auffahrunfalls im November 2006. Im Bahnhof Südkreuz war damals eine S-Bahn gegen ein abgestelltes Prüffahrzeug geprallt; mehr als 30 Fahrgäste waren verletzt worden. Der Triebfahrzeugfahrer hatte zwar heftig gebremst, allerdings war der Behälter für den Bremssand leer, der bei Gefahrenbremsungen auf die Schiene gestreut wird, um die Bremswirkung zu erhöhen. Warum die Behälter aber erst jetzt täglich kontrolliert werden, beantwortete weder das EBA noch die S-Bahn. Im Regionalverkehr sind tägliche Kontrollen üblich. Die Probleme seien seit langem bekannt, kritisierte Franz. Das neuerliche Desaster lasse sich damit nicht begründen.

Weil auch die Bremssteuerung der Fahrzeuge der neuesten Baureihe 481 konstruktionsbedingt bei Notbremsungen nicht optimal funktioniert, muss zudem die Software angepasst werden. Auch dies war nach dem Unfall schnell klar. Bis heute gibt es dafür aber noch keine Lösung. Die S-Bahn hofft, vor Jahresende eine Lösung gemeinsam mit dem Eisenbahn-Bundesamt finden zu können. Danach müssen die 500 Doppelwagen umgebaut werden, was wiederum zu längeren Aufenthalten in den Werkstätten führen wird.

Erst nach einem Umbau der Bremssteuerung dürfen die Züge wieder mit vollem Tempo fahren. Nach dem Unfall 2006 – und nach dem Ausfall der Zwangsbremsung bei der Vorbeifahrt an einem Halt zeigenden Signal – hatte das Eisenbahn-Bundesamt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 80 km/h reduziert.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
Einigkeit bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen: Tourismus kann für die Hauptstadt zum "Retter in der Finanznot" werden

Berlin wird wachsen. Mit Tourismus, Elektroautos, schnellem Internet und Gesundheit sollen laut der McKinsey-Studie „Berlin 2020“ 160.000 neue Jobs in der Hauptstadt entstehen. Ein ambitioniertes, aber realistisches Ziel, meint Katrin Suder, Leiterin des Berliner McKinsey-Büros.

Insbesondere über das Wachstumspotential des Tourismus diskutierten jetzt Vertreter verschiedener Branchen unter dem Titel „Berlin-Tourismus: Retter der Finanznot?“ im Rahmen der Berliner Wirtschaftsgespräche. Einig waren sich die Diskutanten darin, dass Berlin auch in Zukunft ein beliebtes Urlaubsziel ist. Es bleibe aber der „härteste Hotelmarkt der Welt“, betonte Burkard Kieker, Geschäftsführer von Berlin Tourismus Marketing GmbH. Er befürchte in diesem Bereich eine Blase.

Dennoch könnten im nächsten Jahrzehnt bis zu 500.000 neue Jobs geschaffen werden. Neben dem Tourismus, dem mit einem Jobvolumen von bis zu 115.000 möglichen Stellen die Spitze der Liste potenzieller Wachstumsbranchen reserviert bleibt, reihen sich außerdem die Elektromobilität, die Informations- und Kommunikationstechnologie und die Gesundheit ein. Schon heute beschäftigt die Tourismusbranche mit 160.000 Arbeitsplätzen 10% aller Erwerbstätigen der Stadt und ist damit Berlins größter Jobmotor. Um das Potenzial voll auszuschöpfen, müssen neue Besuchergruppen wie beispielsweise junge Familien oder Senioren gewonnen werden, sagt Jasper zu Putlitz, der Tourismusexperte bei McKinsey. Gelingen könnte das durch die Kombination von Kultur- und Erholungsreisen und den Ausbau der Messe- und Kongresskapazitäten. Schulklassen, Jugendgruppen und Wochenendabenteurer kommen jetzt schon gern in die Hauptstadt. Das internationale Besucherprofil wird von Westeuropäern und Amerikanern bestimmt. Eine Öffnung für Besucher aus Osteuropa und Fernost birgt ein enormes Potential, meint zu Putlitz.

Die gute Nachricht des Abends: Vor allem in Schwellenländern wie Indien oder China nehme das Interesse an Berlin bereits weiter zu.

Der Tagesspiegel, [02.09.2010]

 
The Art of Tolerance in Helsinki

Vom 01. September bis zum 26. Oktober 2010 werden die United Buddy Bears erstmals in Nordeuropa zu Gast sein: Helsinki, Finnland, ist die 20. Station der Welttournee.

Die Ausstellung wird von der Deutschen Botschaft, der Buddy Bär Berlin GmbH und dem Goethe-Institut Finnland mit Unterstützung der Stadt Helsinki und DB Schenker veranstaltet. Die Schirmherrschaft trägt der Oberbürgermeister von Helsinki, Jussi Pajunen.

Feierliche Eröffnung

Am 01. September 2010 wird die Ausstellung feierlich durch Jussi Pajunen (Oberbürgermeister von Helsinki und Schirmherr der Ausstellung), Dr. Peter Scholz ( Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Finnland), Göran Aberg (DB Schenker OY), Christine Haderthauer (Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen ) sowie Eva und Dr. Klaus Herlitz (Initiatoren des Projektes) um 16.00 Uhr auf dem Senatsplatz (Senaatintori) in Helsinki eröffnet.

Unter den rund 1.000 erwarteten Gästen werden neben Botschaftern, Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur auch zahlreiche Journalisten sein.

Fotowettbewerb: United Buddy Bears und visitBerlin.de prämieren das schönste Ausstellungsfoto

Während der Ausstellung findet ein Fotowettbewerb statt, bei dem das originellste auf dem Senatsplatz gemachte Bild mit einer Berlin-Reise für zwei Personen prämiert wird. Die Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb finden sich unter der Webanschrift www.ubb-helsinki.com.

 

 
Am 4. und 5. September 2010

Am Samstag und Sonntag, dem 4. und 5. September 2010, öffnet der Botanische Garten Berlin-Dahlem die Pforten für einen der schönsten Pflanzenmärkte Deutschlands. Über 100 Stauden- und Kräutergärtner sowie Baumschulen aus der ganzen Bundesrepublik, aus Tschechien, Österreich, Belgien und den Niederlanden säumen den fast 1.000 Meter langen Hauptweg quer durch den Botanischen Garten. Neben traditionellen Stauden wie Rittersporn, Taglilien, Herbstanemonen und Sonnenhut in vielen Variationen und Farben sind ungewöhnliche Raritäten und neue Sorten zu entdecken. Obst- und Ziergehölze aber auch Duft- und Kletterrosen oder winterharte Kakteen werden angeboten. Kreative Gartenmöbel, handwerkliche Accessoires und feine Gartengeräte aus der Manufaktur erleichtern die Gartenarbeit und verschönern Garten, Balkon und Fensterbrett. Der Berliner Staudenmarkt ist der Treffpunkt für Gartenliebhaber aus ganz Europa.

Markt-Sonderthema: Essbare Blüten von Stauden

Die Blüten von Phlox, Malven, Funkien oder Taglilien verschönern nicht nur den Garten, sie sind auch etwas ganz Delikates für den Gaumen. Ob die Blüten mitgekocht werden oder Bestandteil von Salaten werden können – die Gärtner beraten vor Ort gerne und kostenlos. Spannendes und Interessantes ist dagegen bei Vorträgen zu erfahren. Dr. agr. Cornelia Oschmann und Dipl.-Ing. Sebastian Teske von der Humboldt-Universität zu Berlin informieren über die kulinarische Verwendung der Blüten und ihre bioaktiven Inhaltsstoffe (an beiden Markttagen, 13 und 15 Uhr). Während einer Führung im Duft- und Tastgarten mit der Gärtnerin Brigitte Kanacher-Ataya aus dem Botanischen Garten kann der Duft, die Heilwirkung und der Geschmack von Blüten live erprobt werden (Sonntag, 14.30 Uhr).

Geschmackliche Vielfalt von Tomaten, Äpfeln und Kiwis

Wer botanische Sortenvielfalt auf der Zunge ausprobieren möchte, verkostet über 50 verschiedene erntefrische Tomaten von schwarz bis gelb beim Gärtner Raschke aus Luckau und dem Ökohof Waldgarten aus Barenthin. Die Biolandbaumschule Wetzel aus Heidelberg begeistert dagegen mit etwa 120 Apfelsorten. Besucher können an beiden Markttagen von 11 bis 16 Uhr ihre eigenen Äpfel aus dem heimischen Garten mitbringen und von Experten des Pomologenverbandes bestimmen lassen. Alte Kiwi-Sorten von grün, gelb bis lila lassen sich dagegen bei den Wildobstsammlern Helga und Werner Merkel aus Chemnitz probieren.

Fachkundig und kostenlos: Beratung und Führungen

Der prominente Gartenexperte Peter Bartos von radioBERLIN 88,8 beantwortet live die Fragen der Besucher (10-15 Uhr). Wie ein Obstbaum am Besten beschnitten wird, kann während des Staudenmarktes erlernt werden (12 Uhr). Die Gartenfreunde e.V. sowie Naturschutzverbände wie NABU und BUND beraten ebenso wie die Gärtnerinnen und Gärtner des Gärtnerhofs und des Botanischen Gartens fachkundig und kostenlos. Einer der vielen Programmpunkte ist die Verleihung des Preises Schmetterlingsgarten 2010 für die besten naturnahen Gärten Berlins durch den NABU (Samstag, 11 Uhr). Insiderinformationen werden bei Führungen durch das sanierte Große Tropenhaus mit Technikleiter Karsten Schomaker (Samstag und Sonntag, 13 und 16 Uhr) und die Freiland-Pflanzengeographie mit Gartenserviceleiter Thorsten Laute (Sonntag, 12 Uhr) vermittelt.

Kulinarische Genüsse und Vorführungen

Wer vom Marktgeschehen hungrig wird, kann Gaumen, Augen und Magen mit hoher Qualität erfreuen. Der Staudenmarkt lädt zu allerlei Leckerbissen und Bio-Kulinarischem ein. Delikate Suppen, Biogegrilltes aus der Region oder handgefertigter Kuchen mit Fairgehandeltem Espresso sind nur einige Beispiele nachhaltigen Genusses. Die Bäckerei Märkisches Landbrot baut eine komplette Backstube auf und zeigt den Weg vom Getreidekorn zum frischgebackenen Früchtebrot aus dem Holzbackofen.

 
Seit einem Jahr betreibt Dieter Hallervorden das Steglitzer Schlossparktheater

Wer mit Bart aus dem Urlaub ins Büro zurückkommt, gerät schnell in den Verdacht, sich von der Freiheit und Ungezwungenheit der vergangenen Wochen nicht lösen und den beruflichen Herausforderungen nicht ins Auge sehen zu wollen. Bei Dieter Hallervorden ist das anders. Zwar trägt er einen stattlichen weißen Bart, als er das erste Jahr des wiedereröffneten Schlossparktheaters bilanziert und das Programm für die kommende Spielzeit vorstellt. Aber dass er Weltflucht betreiben und mental noch ein Weilchen im Urlaub in Frankreich weilen wolle, kann man beim besten Willen nicht behaupten.

Ein Jahr ist es jetzt her, dass der 75-Jährige das Steglitzer Schlossparktheater, das mehrere Jahre geschlossen und von Verfall bedroht war, mit seinem eigenen Geld zurück ins Leben geholt hat und dafür viel verbale Anerkennung bekommen hat. Mit gehobenem Unterhaltungstheater und bekannten Schauspielernamen ist es ihm im ersten Jahr auch gelungen, künstlerisch zu überzeugen. Trotzdem: „Die Bilanz des ersten Jahres ist durchwachsen“, sagt er auf der Pressekonferenz. Einem starken Winter seien schwere Einbrüche in den Besucherzahlen von Mai bis August gefolgt, verursacht durch schönes Wetter und die Fußball-WM. Teilweise wurde nur Donnerstag bis Sonntag gespielt. „Das kann noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein“, kommentiert er. Da blitzt sie wieder auf, die Mischung aus Distanz und Selbstironie, die so typisch für ihn ist.

Bis auf Weiteres ist das Schlossparktheater also ein Zuschussgeschäft. Die Annahme, in rund zehn Jahren in den Bilanzen bei einer Null rauszukommen, hat sich vorerst als Trugbild erwiesen. „Das ist nicht zu machen.“ Zwar darf Hallervorden das Haus vier Jahre lang mietfrei nutzen, aber er hat über eine Million Euro an eigenem Kapital ins Schlossparktheater investiert – und kann nicht wirklich hoffen, etwas von dem Geld wiederzusehen. „Ich mache das aus Liebe zum Theater, nicht aus Gewinnsucht.“ Er selbst trete ausschließlich honorarfrei auf: „Ich habe noch nicht einen Cent aus dem Theater für mich persönlich entnommen.“ Nein, es läge ihm fern zu klagen. Jeden Tag des vergangenen Jahres sei er mit Spaß und bester Laune zur Arbeit gekommen – und glaubt man den auf der Pressekonferenz zahlreich anwesenden Regisseuren und Schauspielkollegen, ist er nicht der Einzige. Aber eine Unterstützung, die über ein billiges Schulterklopfen hinausgeht, würde ihn schon freuen. Die Hoffnung, dass die „Spione des Senats“ irgendwann sehen, dass hier jemand gute Arbeit macht, Risiken eingeht, Opfer bringt und dann doch Subventionen möglich sind – diese Hoffnung hat Hallervorden noch nicht verlassen. Aber allein schon das Theater über Steglitz-Zehlendorf hinaus für einen Tag zu bewerben, kostet 10 000 Euro. Ein Brief Hallervordens an den Plakatwandvermieter Hans Wall, der als Mäzen bekannt ist, wurde nie beantwortet.

Es herrscht also eine leichte Ernüchterung. Trotzdem gibt es in der nächsten Spielzeit mindestens sechs Eigenproduktionen, darunter „Arsen und Spitzenhäubchen“, ein Stück, das die Kapazität der Bühne mit zwölf Darstellern, darunter Brigitte Grothum, bis an die Grenzen ausreizen wird. „Wir werden das Stück so spielen, wie es von Kesselring gemeint war“, sagt Regisseur Ottokar Runze. Offenbar hat sich an der Ablehnung jeglichen Regietheaters in Steglitz nichts geändert. „Bei uns wird Hamlet seine Ophelia nicht in der Sauna treffen“ – was Hallervorden vor einem Jahr sagte, gilt noch immer.

Neben den Eigenproduktionen besteht der Spielplan aus Gastspielen. Besonders erfreulich: Becketts „Warten auf Godot“, dessen deutschsprachige Erstaufführung 1953 den Mythos des Schlossparktheaters begründete, soll wieder gezeigt werden, in Kooperation mit dem Ernst Deutsch Theater Hamburg. Uwe Ochsenknecht, Hannelore Hoger, Hardy Krüger, Dieter Hildebrandt und Max Goldt kommen für Soloabende vorbei, und „Monsieur Ibrahim“, mit dem Ilja Richter vor wenigen Monaten einen großen Auftritt hatte, wird wieder aufgenommen. Echte, ungeheuchelte Vorfreude glimmt in Hallervordens Augen, während er die Pläne vorstellt. Und der Bart, der kommt bestimmt auch noch ab.

Der Tagesspiegel, [25.08.2010]

 
Am 28. August 2010 von 18.00 bis 2.00 Uhr

Wie jedes Jahr findet Ende August einer der unerlässlichen Programmpunkte des Berliner Kultursommers statt: die Lange Nacht der Museen. 92 Häuser nehmen in diesem Sommer teil, darunter auch die großen Museen auf der Museumsinsel, am Kulturforum und in Dahlem.

Die Lange Nacht der Museen hat diesmal einen thematischen Schwerpunkt bei den Unabhängigkeits-bewegungen in Lateinamerika, die vor 200 Jahren begannen und letztlich zur Befreiung von der spanischen Kolonialherrschaft führten. Unter dem Begriff "Bicentenario" wird in Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, El Salvador, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Uruguay und Venezuela durchaus kontrovers der Ereignisse um 1809-11 gedacht, als die damaligen Kolonien aufbegehrten. Das Jubiläum der Gründung der meisten lateinamerikanischen Republiken hat etliche Berliner Museen und Institutionen zu Ausstellungen und Programmen inspiriert, die die gesellschaftlichen und künstlerischen Verhältnisse auf dem Kontinent reflektieren. Zum Beispiel präsentiert das Iberoamerikanische Institut die Ausstellung „Santos Chávez - poetischer Realismus. Grafiken aus Chile“ und Filme wie "Von Feuerland nach Tijuana" oder "El abrazo partido". Das DHM lädt zur Themenführung „Entdecker, Sklaven, Freiheitskämpfer - Europa und Südamerika von der Conquista bis zur Unabhängigkeit“ ein. Im Roten Rathaus gibt es zudem eine zentrale Ausstellung mit Beiträgen aus den Museen der beteiligten Länder sowie mit Musik und Kulinarischem aus dieser Region.

Ein reiches Angebot mit Führungen, Performances, Sonderausstellungen  und musikalisch-literarischen Darbietungen ergänzt wie gewohnt die Dauerausstellungen in allen beteiligten Häusern.

Eine Premiere ist die Einbindung der 10. Langen Nacht der Synagogen. Erstmals können während der Langen Nacht der Museen sechs Berliner Synagogen besichtigt werden – eine Idee, die gemeinsam mit den Jüdischen Kulturtagen zum Jubiläum entwickelt wurde und die schon im Vorfeld auf großes Interesse stößt. Mit dabei: Synagoge Fraenkelufer, Synagoge Le Dor we Dor, Synagoge Joachimstaler Straße, Neue Synagoge Oranienburger Straße, Centrum Judaicum, Synagoge Tiferet Israel. Neben Führungen durch die Synagogen erleben die Besucher u. a. liturgische Gebetsgesänge, Erläuterungen zum Schabbat und einen Trialog mit Vertretern des Judentums, des Christentums und des Islam.

Lustgarten vor dem Alten Museum

Hier eröffnet der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit um 18.00 Uhr die Lange Nacht der Museen gemeinsam mit dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Herrmann Parzinger, dem Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums, Hans Ottomeyer, und der Dompredigerin Petra Zimmermann. Am Lustgarten können sich die Besucher in letzter Minute über das Programm informieren und Tickets kaufen. Hier ist auch der zentrale Umsteigeplatz für die Shuttle-Busse, die auf sieben Routen die beteiligten Museen verbinden. Die BSR zeigt mit der Kunstaktion „Die Neue Haltestelle am Lustgarten“, dass Sperrmüll wertvolles Recyclingmaterial ist. Ein besonderer Höhepunkt wird der mitternächtliche Auftritt der "Correfocs", katalanische Feuertänzer aus Argentona – zum ersten Mal in Berlin zu erleben!

 
Die S-Bahn wird ihren Normalbetrieb nicht wie geplant im Dezember wieder aufnehmen können - die Reparaturen gehen zu langsam voran

Fahrgäste der S-Bahn müssen sich darauf einstellen, dass der Normalbetrieb noch länger ans bisher angenommen auf sich warten lässt. Nach Tagesspiegel-Informationen haben Berechnungen der S-Bahn ergeben, dass das Ziel, im Dezember auf allen Linien wieder zum normalen Fahrplan zurückzukehren, sich nicht erfüllen lässt. Eine Stellungnahme des Unternehmens gab es bis Redaktionsschluss nicht.

Um wieder auf allen Linien fahren zu können, müssen nach Angaben der S-Bahn 501 der vorhandenen 630 Doppelwagen einsetzbar sein. Interne Untersuchungen haben nach Tagesspiegel–Informationen aber gezeigt, dass nicht mehr als 420 dieser sogenannten Viertelzüge auf die Gleise geschickt werden können. Mehr schaffen die Werkstätten nicht, obwohl die Kapazitäten erweitert und Anfang des Jahres auch die 2006 geschlossene Werkstatt Friedrichsfelde wieder den Betrieb aufgenommen hat.

Nach dem Bruch eines Rades und festgestellten Rissen in Achsen müssen die vorhandenen Fahrzeuge auf Anordnung des Eisenbahn-Bundesamtes so häufig zu Kontrollen in die Werkstatt, dass ein Großteil der Fahrzeugflotte ständig blockiert ist. Die Fristen sind zum Teil so knapp, dass es der S-Bahn bisher nicht gelungen ist, die nur vorübergehend abgestellten Fahrzeuge der Baureihe 485, die noch in der DDR entwickelt worden sind, wie geplant wieder rollen zu lassen. Statt 15 Doppelwagen sind meist nur vier im Einsatz.

So hat die S-Bahn auch ihr Zwischenziel nicht erreicht, derzeit täglich 416 Doppelwagen einzusetzen.In den vergangenen Tagen waren es stets weniger. Selbst zum ersten Fußballspiel von Hertha BSC am Freitagabend, als 40 000 Zuschauer im Olympiastadion erwartet und mehr als 48 000 gekommen waren, musste sie einen geplanten Sonderverkehr kurzfristig abblasen, weil es zu wenig einsatzfähige Fahrzeuge gab.

Nach Tagesspiegel-Informationen sucht die Geschäftsführung nach Zwischenlösungen, zu denen auch der Bau einer Container-Werkstatt gehören könnte. Doch wie bei allen Entscheidungen, die Geld kosten, muss hier auch der Konzern zustimmen. Entspannen soll sich die Lage erst im nächsten Jahr, wenn die bestellten neuen Achsen und Räder geliefert sind und eingebaut werden können. Bei nicht erbrachten Leistungen kürzt der Senat seine Zuschüsse an die S-Bahn. Der im Juni nachverhandelte Vertrag, der weitere Sanktionsmöglichkeiten vorsieht, ist allerdings, wie berichtet, immer noch nicht unterschrieben.

Derzeit fallen die Linien S 45 (Schönefeld–Südkreuz) und S 85 (Waidmannslust–Grünau) weiter aus; auf der S 25 entfällt der Zehn-Minuten-Takt zwischen Teltow und Potsdamer Platz/Gesundbrunnen, der auch auf der S 1 zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz nicht angeboten wird. Und selbst wenn die S-Bahn wieder nach Fahrplan unterwegs ist, wird es noch mindestens bis Dezember 2011 dauern, ehe die Züge auch wieder mit der vorgesehenen Wagenzahl fahren.

Der Tagesspiegel, [23.08.2010]

 

 
Martius’ prachtvolle Palmenabbildungen erstmals vollständig reproduziert

Carl Friedrich Philipp von Martius "Historia naturalis palmarum: opus tripartitum" (Naturgeschichte der Palmen: ein Werk in drei Bänden) erschien zwischen 1823 und 1853. Es zählt noch heute zu den Meilensteinen der botanischen Illustration und vereint das Wissen über Palmen zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Buch ist sowohl für Botaniker als auch für Künstler, Palmenliebhaber und Historiker eine Rarität und wird im Original zu Spitzenpreisen gehandelt. Erstmals werden die großformatigen Farbabbildungen aus Martius’ Palmenwerk vollständig reproduziert und vom TASCHEN Verlag unter dem Kurztitel "Martius, Book of Palms" herausgegeben. Autor der Ausgabe ist der international renommierte Botaniker und Experte der naturwissenschaftlichen Illustration Prof. Dr. H. Walter Lack, Direktor am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem. Der Auslieferungstermin der dreisprachigen Edition (Deutsch, Englisch, Französisch) ist September 2010.

Original und Neuerscheinung

Die ursprünglich über die drei Bände des Originalwerkes verteilten Abbildungen werden vollständig in einem Band reproduziert. Trotz Verkleinerung um nahezu ein Drittel des Originalformates ist die Neuerscheinung ein großformatiger Foliant. Auf 442 Seiten werden 240 Farblithographien gezeigt. In Landschaftsbildern werden Palmen an ihrem natürlichen Standort dargestellt und in botanisch angeordneten Tafeln Blätter, Blüten und Früchte einzelner Palmenarten vorgestellt. Martius beschrieb sämtliche ihm bekannte Palmenarten Brasiliens und präsentierte in einem kritischen Vergleich sämtliche zu seiner Zeit weltweit bekannte Gattungen der Palmenfamilie. Die Qualität der Pflanzenabbildungen setzte Standards und begeistert bis heute.

Die Abbildungen aus dem Originalwerk werden in der Reproduktion durch Kommentare und erläuternde Texte des Autors H. Walter Lack ergänzt und in den Kontext des heutigen Wissenstandes eingeordnet. Die biologische, symbolische und wirtschaftliche Bedeutung von Palmen wird ebenso vermittelt wie die wissenschaftliche Bedeutung von Martius in seiner und der heutigen Zeit. Die Hintergründe der Publikation und Umstände der Pflanzensammlungen und Expeditionen werden durch Martius’ Tagebucheinträge und Zitate seiner Zeitgenossen illustriert.

Autor der Originalausgabe: Der Vater der Palmen

Carl Friedrich Philipp von Martius war ein deutscher Naturforscher, Botaniker und Ethnologe. Grundlage des umfassenden Palmenwerks war Martius‘ Expedition nach Brasilien von 1817 bis 1820 im Auftrag des Königs Maximilian I. von Bayern. Gemeinsam mit dem Zoologen Johann Baptist von Spix legte er sammelnd und zeichnend mehr als 10.000 Kilometer in den Tropen der Neuen Welt zurück, einer der artenreichsten Palmenregion weltweit. Nach ihrer Rückkehr wurden beide Forscher in den Ritterstand erhoben und erlangten Weltruhm. Martius ist bis heute als der "Vater der Palmen" bekannt und begründete die vierzigbändige "Flora Brasiliensis". Als Martius im Jahre 1868 in München zu Grabe getragen wurde, war sein Sarg mit Palmenwedeln bedeckt.

Autor der Neuerscheinung: Renommierter Experte

Prof. Dr. H. Walter Lack ist Direktor am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem und Professor an der Freien Universität Berlin. Er ist einer der herausragenden Experten der Geschichte der Botanik, der Biodiversitätsforschung und der naturwissenschaftlichen Illustration. Er arbeitet vor allem über die kulturgeschichtlichen Folgen des globalen Transfers von Nutz- und Zierpflanzen und die Klassifizierung der Korbblütengewächse. Von ihm erschienen sind unter anderem "Ein Garten Eden" (TASCHEN, 2001) und "Alexander von Humboldt. Die Pflanzenwelt Südamerikas" (Prestel, 2009).

 
Auf seiner Tour durch die Bezirke besucht der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit den bürgerlichen Südwesten und kämpft um Wählerstimmen.

Lange hatte sich Klaus Wowereit von der Berliner Landespolitik irgendwie abgewandt. Rot-Rot lief zwar ohne lautes Getöse, doch klare Aussagen über die Ausrichtung der Regierungspolitik fehlten – bis sich die Stimmung in der Stadt deutlich gegen die Senatspolitik wendete. Der historische Tiefpunkt war das desaströse Bundestags-Wahlergebnis für die SPD im vergangenen Jahr mit dem Absturz auf 20,2 Prozent in Berlin. Im kommenden Jahr sind Abgeordnetenhauswahlen – und der Regierende Bürgermeister hat offenbar seinen Sinn des Regierens wiedergefunden. Er tritt in Erscheinung und kämpft auf seinen Kieztouren um Wählerstimmen – wie am Mittwoch in Steglitz-Zehlendorf: der Bezirk im bürgerlichen Südwesten, in dem die Grünen kontinuierlich zulegten und wo sie mit dem Bundestagswahlergebnis von 19,3 Prozent die SPD schon fast eingeholt haben.

Wowereit, leger gekleidet mit Anzug, weißem Hemd und ohne Schlips, startet seinen Rundgang auf der Schlossstraße, die er als „alter Lichtenrader“ gut als Einkaufsstraße kenne. Im Forum Steglitz spricht er mit Gewerbetreibenden wie Mario Russillo, der seit 30 Jahren ein Eiscafé betreibt. Wie das Geschäft laufe, will Wowereit wissen. Der Eisverkäufer ist freundlich und spricht von einem „heißen Sommer“. Ohne Wowereit sagt er, dass er mit seinem Geschäft „nicht ganz zufrieden ist“. Er sei aber zuversichtlich, dass mehr Kunden kämen. Wowereit besucht noch schnell im Untergeschoss das in vierter Generation geführte „Fischgeschäft Nickel“. Ein höflicher Verkäufer, der Zuversicht ausstrahlen will, zuckt mit den Schultern, als es um die Frage der geschäftlichen Perspektiven geht.

Das Problem der 1,4 Kilometer langen Schlossstraße ist offensichtlich: Die Straße ist allmählich gesättigt mit Geschäften und Verkaufsflächen: insgesamt rund 140 000 Quadratmeter. Nur ein paar Meter weiter vom „Forum Steglitz wird im kommenden Jahr der „Boulevard Berlin“ eröffnen – das 61. Center der Stadt und das vierte in der Schlossstraße.

Wowereit sagt, dass viele dezentrale Zentren ein „schwieriges Unterfangen“ seien. Doch man könne solche Einkaufsstraßen mit „unternehmerischem Esprit wiederbeleben. Die Schlossstraße muss kräftig werden.“ Das haben die Gewerbetreibenden schon erkannt und eine Schlossstraßen-Genossenschaft gegründet, die unter anderem Strategien gegen den Konkurrenzdruck umsetzen soll. Rainer Beckmann, Centermanager des Forum Steglitz, äußert Kritik am Senat: „Im Senat könnte man mehr machen, um die Handelsvielfalt zu stärken.“ Beckmann spricht konkret SPD-Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer an. Wowereit hört sich die Kritik an und entgegnet, dass staatliche Rahmenbedingungen nur schwer greifen würden.

Auf der Straße plaudert Wowereit mit Passanten, die sich freuen, ihn zu sehen, fragt Bauarbeiter, wie schwer die Platten seien, die sie verlegen und stellt sich am „Bierpinsel“ neben einen rosa Bären, den die Graffitikünstler Holger Stumpf und Jakob Bardou als „Kontrast gegen die Urbanisierung“ auf die Fassade sprühten. 2006 übernahm Larissa Laternser den Mitte der siebziger Jahre eröffneten Turm. Sie erzählt, dass darin im Herbst ein „Gastronomiebetrieb“ öffnen werde.

Am unteren Ende der Schlossstraße nähert sich Wowereit einem „Problemchen im Bezirk“, wie der CDU-Bezirksbürgermeister Norbert Kopp den Ärger mit jungen Erwachsenen am Hermann-Ehlers-Platz beschreibt. Wenn es dunkel wird in Steglitz, belagern junge Leute den Verkehrsknotenpunkt in Steglitz. Sie pöbeln Passanten an, zweimal wurden Polizisten von bis zu 50 Menschen aggressiv bedrängt. Wowereit lässt sich von Uwe Berndt, dem zuständigen Abschnittsleiter bei der Polizei, die Situation erklären. Der erzählt, dass der Platz ein Treffpunkt für viele junge Erwachsene sei, die aus anderen Bezirken hierher fahren würden. Es bringe nichts, sie zu verdrängen, deshalb setze die Polizei auf Ansprache. Wowereit hört zu und fragt: „Aber die Spiegelwand wird in Ruhe gelassen?“ Der Polizeibeamte nickt, und der Regierende läuft schon weiter zu der Spiegelwand, wo er Namen von deportierten Steglitzer Juden liest. Sie ist frisch gereinigt, erst am Vortag war darauf eine rechtsextremistische Parole entdeckt worden.

Für das „Problemchen“ mit den jungen Leuten hat Wowereit auch keine Lösung parat. Da ist es schon angenehmer, über das Schlossparktheater und das von Intendant Didi Hallervorden angebotene „hervorragende Kulturangebot“ zu parlieren.

Der Tagesspiegel, [04.08.2010]

 
Für den Steglitzer Kreisel gibt es vier Interessenten, mit denen die Senatsfinanzverwaltung derzeit Gespräche führt.

Das wurde am Mittwoch auf der Kieztour des Regierenden Bürgermeisters bekannt. „Der Kreisel ist auf der internationalen Immobilienmesse in Cannes präsentiert worden. Daraus resultierten die Anfragen“, sagte Wowereit. Mit der Präsentation des Kreisels in Cannes erhoffte sich der Senat, den asbestverseuchten Koloss aus Stahl, Beton und Glas am Ende der Steglitzer Schlossstraße einem privaten Investor anzudienen. Der Sprecher der Finanzverwaltung, Daniel Abbou, bestätigte, dass es Gespräche mit Interessenten gebe. Über deren Inhalt gab er keine Auskunft.

Das 119-Meter-Hochhaus steht seit Ende 2007 leer. Das Bezirksamt hatte den damaligen Hauptsitz wegen Asbestbelastung räumen müssen. Der Liegenschaftsfonds als Schwestergesellschaft der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) wurde mit der Vermarktung beauftragt. Das erwies sich als schwierig, da für eine Nachnutzung fast nur Büros infrage kommen – und es gibt in Berlin viele Bürogebäude, die nicht saniert werden müssen. Laut BIM-Geschäftsführer Sven Lemiss werden die Sanierungskosten des Kreisels auf rund 32 Millionen Euro geschätzt. Der Unterhalt des leer stehenden Hauses kostet in diesem Jahr etwa 700 000 Euro. sib

Der Tagesspiegel, [05.08.2010]

 

 
Neue Sprechzeiten und neuer Berater

Es ist bestes Wetter, um erfolgreich in die Pilze zu gehen. Doch was tun, wenn man sich nicht wirklich sicher ist, ob der gefundene Leckerbissen auch bekömmlich ist? Im Botanischen Museum Berlin-Dahlem können Pilze bei der kostenlosen Pilzberatung bestimmt werden. Von Anfang August bis Ende November ist die Pilzberatung jeden Montag von 14-16.30 Uhr geöffnet. Die Beratung wird mit vielen Interessierten schnell zum anschaulichen Pilzbestimmungskurs, in dem viel gelernt werden kann. Ist der Pilz giftig oder nicht? Essbar oder ungenießbar? Wie unterscheidet er sich von ähnlich aussehenden Pilzen? In der Pilzberatung wird wichtige Artenkenntnis vermittelt und praktische Bestimmungsliteratur empfohlen. Für die gefundenen Pilze gibt es auch die einen oder anderen leckeren Zubereitungstipps mit auf den Weg.

Neuer Pilzberater

Ab dieser Pilzsaison leitet Hansjörg Beyer die kostenlose Pilzberatung im Botanischen Museum. Beyer ist seit 2005 geprüfter Pilzsachverständiger nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. und seit 1998 Mitglied der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg e.V. Er ist ein sehr erfahrener Kenner der heimischen Pilzflora und routinierter Leiter von Pilzkursen und Pilzwanderungen an Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen. Beyer entdeckte seine Faszination für Pilze bereits in seinem siebten Lebensjahr. Was andere Kinder vielleicht gerade als Pilz erkannten, benannte er bereits mit richtigem Namen: beispielsweise Rotfußröhrlinge, Nelkenschwindlinge und Grünblättrige Schwefelköpfe. Lesen trainierte Beyer mit einem Pilzbuch. Während andere Kinder Klingelstreiche machten, setzte Beyer im Garten seiner Eltern Stinkmorcheln aus, die von da ab auch prächtig gediehen. Die Leidenschaft für Pilze machte Beyer jedoch nicht zu seinem hauptamtlichen Beruf: Er studierte Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin, absolvierte eine Ausbildung für den nichttechnischen Verwaltungsdienst und ist heute beim Land Berlin beschäftigt.

Pilzberatung im Botanischen Museum: Lange Tradition

Pilzberatungen werden vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem bereits seit 1890 angeboten. Seit 1935 ist es die einzige Pilzauskunftsstelle des Landes Berlin. Dr. Ewald Gerhardt leitete die Pilzberatung von 1989 bis zu seinem Ruhestand Ende Oktober 2009. Mit Hansjörg Beyer wird die lange Tradition der öffentlichen und kostenlosen Pilzberatung im Botanischen Museum Berlin fortgeführt.

Pilze sammeln in Berlin und Brandenburg

Berlins Wälder und Umgebung sind mit mehr als 1500 bekannten Großpilzarten ein überaus interessanter Ort für Pilzsucher. Aufgrund der langen Trockenheit im Sommer kann die Pilzsaison dieses Jahr vergleichsweise spät beginnen. „Wir können in den kommenden Monaten eine gute Pilzsaison erwarten, sofern es ausreichende Niederschläge gibt.“ urteilt Pilzexperte Beyer. Ein oder besser gleich mehrere Bestimmungsbücher sind die treuesten und wichtigsten Begleiter beim Pilze suchen. Daneben gehören ein Korb zur luftigen Aufbewahrung der Pilze sowie ein scharfes Messer zum Abschneiden und Reinigen der Pilze dazu.

Auf der sicheren Seite: Nur Pilze essen, die man ganz genau kennt

Ein Anfänger ist gut beraten, seine Pilzsuche vorerst auf die Röhrenpilze zu beschränken. Diese weisen wie der Steinpilz auf der Hutunterseite Röhren auf. Unter den Röhrenpilzen sind keine tödlich giftigen Vertreter bekannt. Die wenigen ungenießbaren oder giftigen Arten unter den Röhrenpilzen sind leicht zu erlernen. Sie können zwar Magen-Darm-Probleme auslösen, hinterlassen jedoch keine bleibenden Gesundheitsschäden. Das Sammeln von Blätterpilzen, die beispielsweise wie der Champignon Lamellen auf der Hutunterseite tragen, ist dagegen nur für fortgeschrittene Pilzkenner zu empfehlen. Unter den Blätterpilzen finden sich tödlich giftige Vertreter, wie beispielsweise die Knollenblätterpilze, die essbaren Arten zum Verwechseln ähnlich sehen können.

Typische Waldpilze und ihre Bäume

Viele bekannte Waldpilze leben in enger Gemeinschaft (Symbiose) mit bestimmten Baumarten. Sie sind sogenannte Mykorrhizapilze. Aus diesem Grunde wachsen ein Birkenpilz oder eine Heide-Rotkappe stets in der Nähe einer Birke, ein Sommer-Steinpilz dagegen häufig unter Eichen und ein Butter-Röhrling unter Kiefern. Ein erfahrener Pilzsucher blickt daher nicht nur auf den Waldboden nach der geliebten Beute, sondern auf das gesamte Lebensumfeld des Pilzes. Mit der entsprechenden Artenkenntnis kann ein Wald beurteilt werden, ob er für den Pilzsucher Erfolg versprechend ist. Laubwald oder Nadelwald, kalkhaltiger oder sauerer Boden, trockener Sandboden oder feuchtes Moorgebiet, moosreicher Waldboden oder viele Gräser – für welchen Wald sich der Sammler auch entscheidet, es beeinflusst das Ergebnis im Sammelkorb. Aber auch in Gärten, Parkanlagen, auf Wiesen, Schuttplätzen und sogar auf Ackerland können interessante Pilzarten leben und entdeckt werden.

Pilze: Ein ganz eigenes Reich

Pilze bilden innerhalb des Lebens ein eigenes Reich. Es sind chlorophyllfreie Organismen, die mit den Tieren näher verwandt sind als mit den Pflanzen. Traditionell werden sie in der Disziplin der Botanik behandelt.

Kostenlose Pilzberatung im Botanischen Museum Berlin-Dahlem:
Ort: Botanisches Museum Königin-Luise-Str. 6-8 (Bus X83, 101), 14195 Berlin
Zeit: August bis November
Montag 14-16.30 Uhr

 
Sommerferienprogramm: Auf der Spur der "Grünen Erben"

In den kommenden vier Wochen können Kinder und Familien immer mittwochnachmittags eine Rallye durch den Botanischen Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem unternehmen. Die Spielbögen werden an allen Kassen ausgegeben. Die Rallye führt zu insgesamt 15 Stationen quer durch Garten, Gewächshäuser und Museum, an denen spannende Fragen zur Pflanzenwelt und ihren Erforschern wie Alexander von Humboldt oder Adelbert von Chamisso beantwortet werden müssen. Aus den richtigen Lösungen gilt es einen Lösungssatz zu bilden. Die Auflösung des Rallye-Rätsels ist mittwochs von 14 bis 17 Uhr am Rallyestand neben der Gartenkasse am Königin-Luise-Platz möglich. Wer den Lösungssatz richtig gebildet hat, wird mit einem Zertifikat belohnt.

Die Rallye dauert etwa 90 Minuten, sofern keine Pausen eingelegt werden. Der Botanische Garten und das Botanische Museum bieten jedoch reichhaltige Erlebnisse für einen schönen Sommerferientag der ganzen Familie inmitten von 22.000 Pflanzenarten. Auf 43 ha wird eine botanische Reise um die Welt Realität - und dies mitten in Berlin und innerhalb weniger Stunden: von Spanien zum Kaukasus, von den Gipfeln des Himalajas bis durch die nordamerikanische Prärie, von der mexikanischen Wüste bis in den Tropischen Regenwald.

Der Liegerasen im Italienischen Garten direkt vor den Gewächshäusern lädt zu einem gemütlichen Picknick ein. Beim Besuch im Großen Tropenhaus kann die tropische Pflanzenwelt bestaunt werden. Von einer begehbaren Grotte plätschert ein Wasserfall und aus luftiger Höhe lässt sich das ganze Tropenhaus überblicken. Faszinierend für große und kleine Besucher sind die stattlichen Kakteen ebenso wie die trickreichen Fleischfressenden Pflanzen.

Beim Springen von Stein zu Stein auf den kleinen, verschlungenen Bergwegen der Pflanzengeographischen Anlage fühlt man sich dagegen in die Gebirge des Balkans, Griechenlands, Anatoliens und des Himalajas mit ihrer üppig blühenden Pflanzenwelt versetzt. Eine erfrischende Abkühlung an hochsommerlichen Tagen bietet einer der vielen Rasensprenger im Garten.

Wer die Familienrallye durch den Botanischen Garten und das Botanische Museum zu einem anderen Zeitpunkt und auf eigene Faust machen möchte, kann den Rallyebogen jederzeit auf der Webseite der Einrichtung aufrufen und ausdrucken. Die Auflösung des Rätsels und Ausgabe des Zertifikats ist allerdings nur an den folgenden vier Wochen mittwochs im Zeitraum von 14 bis 17 Uhr möglich.

Die Familienrallye findet im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Humboldts Grüne Erben – Der Botanische Garten und das Botanische Museum in Dahlem 1910 bis 2010“ statt. Sie ist ein Beitrag für das von der UNESCO initiierte Internationale Jahr der biologischen Vielfalt und Bestandteil des Berliner Wissenschaftsjahres 2010.

Familienrallye. Auf der Spur der "Grünen Erben"
Rallye für die ganze Familie durch den Botanischen Garten und das Botanische Museum
Ort: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
Zeit: Mittwoch, 28. Juli und 4., 11. 25. August 2010 14 bis 17 Uhr
Kosten: Garteneintritt Normal 6 Euro, erm. 3 Euro. Kinder bis zum 6. Lebensjahr Eintritt frei. Kleine Familienkarte (1 Erwachsener mit bis zu vier Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr): 7 Euro Große Familienkarte (2 Erwachsene mit bis zu vier Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr): 12 Euro

 
Mit hohen Rabatten läuft wieder der Sommerschlussverkauf (SSV) im deutschen Einzelhandel

Der Handelsverband ist mit dem Auftakt des Sommerschlussverkaufs (SSV) in der Region zufrieden. Durch die vorherige Werbung seien viele sehr gezielt in den Geschäften gewesen, sagte Günter Päts vom Handelsverband Berlin-Brandenburg am Montag in Potsdam. Der Handel locke mit Preisabschlägen von bis zu 70 Prozent. Allerdings seien die Reduzierungen für sehr hochwertige Waren etwas geringer - bei etwa 30 Prozent. Positiv für einen Einkaufsbummel sei das Wetter. Es ist nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Wochen, als viele Menschen einen Ausflug zum Badestrand vorzogen hätten.

Berliner Zeitung, [26.07.2010]

 

 
Der erste Buddy Bär in Bulgarien wurde vom jungen bulgarischen Künstler Alexander Petkoff bemalt

Am 22. Juli fand vor dem Haupteingang der Deutschen Botschaft in Sofia die feierliche Enthüllung des Buddy Bear "Sofia" statt. Die über zwei Meter große Skulptur wird durch den Regierenden Bürgermeister der Stadt Berlin, Herrn Klaus Wowereit, die Bürgermeisterin der Stadt Sofia, Frau Jordanka Fandakova, sowie den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Matthias Höpfner, eingeweiht. Das Kunstprojekt entstand in Kooperation mit der Kulturabteilung der Stadt Sofia.

Der Bär ist das Wappentier der deutschen Hauptstadt. Die ca. 350 Buddy Bären in Berlin sind als kreativ bemalte Skulpturen eine Touristenattraktion. Künstler gestalten die Bären an den verschiedensten Orten und aus unterschiedlichen Anlässen. Beispielsweise stellten Studenten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen Bär her, ein weiterer Bär im Gefängnis Moabit wurde von acht Häftlingen aus sechs Ländern gestaltet. Seit 2001 stehen über 1200 Buddy Bären in der ganzen Welt, darunter auch vor mehreren Botschaften und Konsulaten der Bundesrepublik Deutschland – und jetzt auch in Sofia. 144 Buddy Bären gehen seit 2002 auf Welttournee, darunter auch der von der bulgarischen Künstlerin und DAAD-Preisträgerin Klio Karadim Bulgarien-Bär.

Der erste Buddy Bär in Bulgarien wurde vom jungen bulgarischen Künstler Alexander Petkoff bemalt. Er wählte für seine Gestaltung die Farben der deutschen Flagge und Gedichte von Rainer- Maria Rilke und Dimtscho Debeljanov, zwei großen Repräsentanten des europäischen Symbolismus.

 
Besucher flanierten durch Gärten und Gewächshäuser

Rund 9000 Gäste haben am Samstag die zweite Botanische Nacht im Berliner Botanischen Garten besucht. Über 100 Musiker und Schauspieler bescherten den Pflanzen- und Kulturfreunden ein ganz besonderes Erlebnis, teilten die Veranstalter am Sonntag mit. Die Besucher flanierten durch Gärten und Gewächshäuser und trafen dabei auf Geschichten, Musikalisches und Komödiantisches. Lichtinszenierungen in Gärten und Gewächshäusern sorgten für überraschende Aus- und Einblicke. Ein Feuerwerk krönte den Abend.

Berliner Zeitung, [18.07.2010]

 
Das Seminaris CampusHotel Berlin wurde als "Certified Conference Hotel" und als "Certified Business Hotel" eingestuft

Das Seminaris CampusHotel Berlin hatte sich der freiwilligen Zertifizierung durch den Verband Deutsches Reisemanagement, der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement, des German Convention Bureaus und der Vereinigung Deutschen Veranstaltungsorganisatoren unterzogen und wurde wieder als "Certified Conference Hotel" ausgezeichnet.

Diese Zertifizierung garantiert Kunden und Gästen, dass in diesem Haus Veranstaltungen professionell durchgeführt werden. Sieben Pflichtanforderungen – so die zertifizierenden Organisationen – kennzeichnen das Leistungsspektrum eines professionellen Tagungshotels: eigener, professioneller Tagungsbereich; standardisiertes Informationsmaterial; standardisiertes Angebotsprozedere; professionelle, tagungsspezifische Mahlzeiten und Getränke; professionelle Veranstaltungsbetreuung, standardisierter Abrechnungsprozess; sowie Ausstattung und Dienstleistungen für Geschäftsreisende. Das Seminaris CampusHotel Berlin erfüllt all diese Voraussetzungen.

Zugleich prüfte der Verband Deutsches Reisemanagement das Seminaris CampusHotel Berlin auch als Geschäftsreise-Hotel und verlieh ihm die Auszeichnung "Certified Business Hotel". Diese Auszeichnung garantiert besonders Geschäftsreisenden eine professionelle Ausstattung und entsprechende Dienstleistungen des Hotels. Zertifizierungskriterien sind beispielsweise die Mobilfunkerreichbarkeit, Internetzugang, Kreditkartenakzeptanz, Check-in ab 15 Uhr, TV mit Nachrichtensender, Parkplatz am Haus, Arbeitsfläche im Zimmer, kleines Frühstück auf Wunsch, Rechnung nach Firmenreisepolitik und geprüfte Matratzenqualität. Auch hier überzeugt das Seminaris CampusHotel Berlin.

Auch die anderen Seminaris-Hotels in Lüneburg, Hermannsburg, Bad Honnef, Bad Boll und Potsdam sind übrigens Certified Conference und Certified Business Hotels.

 
Sommerfest im Botanischen Garten am 17. Juli 2010

Für eine Sommernacht öffnen der Botanische Garten und das Botanische Museum von Berlin-Dahlem ihre Pforten für ein einmaliges Erlebnis. Im Glanz der Lichter können Sie sich verführen lassen zu einer romantischen Reise auf botanischen Pfaden rund um den Globus.

Wandern Sie durch die Wunderwelt der wilden Pflanzen, über die Gebirge Europas, durch die grandiose Bergwelt des Himalaya. Genießen Sie die stille Schönheit einer japanischen Landschaft und die farbige Pflanzenpracht Nordamerikas. Sensible Kostbarkeiten der Tropen und Subtropen können Sie auf mehr als 6000 qm Fläche von 16 Gewächshäusern in ihrem Heimatklima erleben.

Nach seiner Rekonstruktion und Modernisierung steht auch das einmalige Große Tropenhaus den Besuchern der Botanischen Nacht für einen Ausflug offen.

 
Auf dem Dahlem-Cube-Platz des Seminaris CampusHotels Berlin werden "Dahlems helle Köpfe" präsentiert

Der "Katalog" für eine einzigartige Ausstellung in Berlin-Dahlem wurde jetzt neu aufgelegt: Die Informationsbroschüre zur Freiluftausstellung "Dahlems helle Köpfe" nämlich, die am Seminaris CampusHotel Berlin mit Dahlem verbundene Nobelpreisträger zeigt.

In dieser Freiluftausstellung zwischen Hotel und Konferenzgebäude werden in luftiger Höhe große Transparente mit den Köpfen von Nobelpreisträgern präsentiert, die am Wissenschaftsstandort Dahlem ihre Spuren hinterlassen haben. Besucher der Ausstellung können die neu aufgelegte Informations-Broschüre dazu an der Rezeption des Seminaris CampusHotels Berlin erhalten. Wer bereits online einen Blick in den Innenhof werfen möchte, kann dieses auf der Seminaris-Homepage über die Webcam tun: http://www.seminaris.de/webcam/berlin2

Seminaris-Geschäfts­führer Günther Strube betonte bei Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel "Dahlem – Wissenschaftsstandort mit reicher Tradition und Schmiede der Nobelpreisträger": "Unser Ziel ist es, weltberühmte wissenschaftliche Höchstleistungen herauszustellen und an die Menschen zu erinnern, die sie erbracht haben: Nobelpreisträger mit einem speziellen Bezug zu Dahlem als Forschungs- und Wissenschaftsstandort." Zu den Nobelpreisträgern, die in der Freiluftausstellung gezeigt werden, gehören beispielsweise Max Planck, Werner Heisenberg und Otto Hahn.

 

 
be buddy, be funny, be berlin

Im Deutschen Pavillon "balancity - eine Stadt in Balance" wird die Hauptstadt Berlin von einem großen Buddy Bären vor der Kulisse des Brandenburger Tors repräsentiert. Der Bär wurde im Auftrag der Berlin Partner GmbH von der Fuenfwerken Design AG für die Expo 2010 gestaltet.

Die Einladung Berlins an die Besucher "the place to be." wird hier ganz wörtlich genommen - an der Seite des Buddy Bären, mitten auf dem Pariser Platz, ist mit Abstand das beliebteste Motiv für Erinnerungsfotos im Deutschen Pavillon.

 
Steigerung von 9,3 Prozent bei Ankünften und 11,1 Prozent bei den Übernachtungen

Der Berlin-Tourismus befindet sich weiterhin auf Rekordkurs. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg kamen im Mai 841.000 Besucher aus dem In- und Ausland in die deutsche Hauptstadt - 9,3 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen stieg mit 11,1 Prozent auf rund 1,9 Millionen.

"Der Mai ist der bislang beste Monat in der Geschichte des Berlin-Tourismus", sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM). "Seit nunmehr 15 Monaten wachsen die Zahlen im Berlin-Tourismus unaufhörlich, und das trotz Wirtschaftskrise und Aschewolke. Dies zeigt, wie stark die Magnetkraft der deutschen Hauptstadt ist."

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich der BTM-Geschäftsführer verhalten optimistisch: "Vor allem die positiven Bilder, die von der Berliner Fanmeile aus in den letzten Tagen um die Welt gegangen sind, werden den Hauptstadt-Tourismus weiter ankurbeln."

558.800 Gäste aus Deutschland reisten im Mai nach Berlin, was einem Zuwachs von 7,9 Prozent entspricht. Die Übernachtungszahl stieg um 9,8 Prozent auf 1.203.200. Bei den ausländischen Touristen waren die Zuwachsraten sogar zweistellig: Rund 282.000 Besucher aus dem Ausland konnte die deutsche Hauptstadt im Mai dieses Jahres begrüßen ( 12,1 Prozent), die Zahl ihrer Übernachtungen stieg auf 727.600 ( 13,5 Prozent).

Insbesondere Touristen aus Schweden ( 23,8 Prozent), Frankreich ( 21,9 Prozent) und Großbritannien ( 15,8 Prozent) wählten Berlin im Mai als Reiseziel. Nachdem die Flugeinschränkungen infolge der isländischen Vulkanaschewolke aufgehoben wurden, kamen auch aus den USA wieder mehr Gäste in die deutsche Hauptstadt ( 11,4 Prozent).

Die Zahl der Berliner Beherbergungsstätten ist im Mai 2010 ebenfalls gestiegen: Mit 742 Hotels und Pensionen mit insgesamt rund 111.214 Betten ( 8,9 Prozent) standen nationalen und internationalen Touristen 63 Hotels mehr zur Verfügung als im Mai 2009.

presseportal.de, [08.07.2010]