Ihr Browser unterstützt kein Java-Script, bitte aktivieren!
GO! Komfortsuche (z.B. nach Öffnungszeiten)
News aus der Region News Berlin www.schlossstrasse.de

 
Sparfüchse profitieren von Sparpreisen und Brückentagen
Die neue Seminaris-Preisstruktur mit ihren Frühbucher-Boni und Sparpreisen macht es möglich

"Auf ausgewählte Programme bieten wir unseren Gästen je nach gewünschtem Buchungstermin attraktive Frühbucherboni oder echte Sparpreise an!" erläutert Seminaris-Marketing- und Vertriebsdirektorin Angela Karst. "Nachfragen lohnt sich also!" Wer beispielsweise im Seminaris-Katalog "Kurz & gut" auf Arrangements mit »Spar-Punkten« achtet, kann sich über attraktive Boni freuen. Den Frühbucherbonus gibt es bei Buchung mindestens dreißig Tage vor dem Anreisedatum – eine Umbuchung ist dann nicht mehr möglich. Und beim Sparpreis erhält man – bei Verfügbarkeit – durch Vorauszahlung eine garantierte Buchung, die nicht stornierbar ist.

Nutzen lassen sich diese Angebote beispielsweise, wenn man im Laufe des Jahres "Brückentage" für einen attraktiven Kurzurlaub nutzen möchte. So kann man über Ostern aus 8 Urlaubstagen insgesamt 16 freie Tage machen – vom 31. März bis zum 15. April. Weitere Möglichkeiten: Um den 1. Mai herum, um Himmelfahrt, um Pfingsten und um den Tag der deutschen Einheit werden aus 4 Urlaubstagen 9 freie Tage. Weihnachten kann man mit 3 Urlaubstagen 9 Tage frei haben – sowie Weihnachten und Silvester zusammengenommen sogar mit 7 Urlaubstagen ganz 16 freie Tage. In manchen Bundesländern kommen durch eigene Feiertage noch weitere günstige Urlaubsmöglichkeiten hinzu – Mariä Himmelfahrt sowie der Reformationstag etwa lassen das Ferienherz höher schlagen.

Angela Karst: "Wer sich hier rechtzeitig entscheidet, kann bei einem Aufenthalt in den Seminaris- und avendi-Hotels sowohl kostbare Urlaubstage als auch Geld sparen!" Aber Geld sparen für den Hotelaufenthalt kann man natürlich auch dann, wenn der Urlaub nicht mit Brückentagen zu verbinden ist. Denn die Frühbucher-Boni und die Sparpreise gelten natürlich auch zu allen anderen Zeiträumen. Angela Karst: "Man muss nur rechtzeitig bei uns buchen – also mindestens dreißig Tage vor der Anreise."
INTERSPORT
Ihr Sport Shop in Steglitz

Am 07. Juni eröffnet INTERSPORT im Forum Steglitz.
Ihr Sport Shop in Steglitz

Am 07. Juni eröffnet INTERSPORT im Forum Steglitz. Hier finden Sie hochwertige Sport-Markenprodukte mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, zuverlässigen Service, umfangreiche Garantieleistungen sowie fachliche Beratung.

 
Cosmo Shop im Forum Steglitz
Produkte für Ihr perfektes Styling

Trendhaarfarben, Haarpflegeprodukte, aktueller Haarschmuck, moderne Föntechnik oder Scheren – über 100.000 Kunden lassen sich bereits jeden Monat von dem umfassenden Sortiment in den COSMO Shops in ganz Deutschland überzeugen.
Produkte für Ihr perfektes Styling

Trendhaarfarben, Haarpflegeprodukte, aktueller Haarschmuck, moderne Föntechnik oder Scheren – über 100.000 Kunden lassen sich bereits jeden Monat von dem umfassenden Sortiment in den COSMO Shops in ganz Deutschland überzeugen!

Jetzt können auch Sie sich von unserem vielfältigem Angebot überzeugen und Ihre Haare mit exklusiven Markenprodukten von Wella, Redken, L’Oreal, Schwarzkopf und vielen anderen verwöhnen.

 
Sommerkonzerte im Botanischen Garten Berlin
Das musikalische Spektrum reicht von klassischer Instrumentalmusik über Jazz und Dixie bis zu Country, Tango, Fado oder Flamenco sowie natürlich tanzbarer Salsa und Samba

Der Botanische Garten veranstaltet vom 11. Mai bis zum 24. August 2012 wieder jeden Freitagabend ab 18:00 Uhr seine beliebten Sommerkonzerte in einmaliger Atmosphäre.
Das musikalische Spektrum reicht von klassischer Instrumentalmusik über Jazz und Dixie bis zu Country, Tango, Fado oder Flamenco sowie natürlich tanzbarer Salsa und Samba

Der Botanische Garten veranstaltet vom 11. Mai bis zum 24. August 2012 wieder jeden Freitagabend ab 18:00 Uhr seine beliebten Sommerkonzerte in einmaliger Atmosphäre. Bei gutem Wetter finden sie unter freiem Himmel statt, – inklusive der Möglichkeit, die Füße in dichtem, weichem Gras im Takt der Musik zu bewegen. Bei schlechtem Wetter finden die Konzerte im Veranstaltungshaus statt. Die Konzertbühne steht inmitten des denkmalgeschützten Gewächshausensembles und seiner tropischen und subtropischen Pflanzenvielfalt.

Die Big Band Kameleon eröffnet die Reihe am 11. Mai 2012 mit Swing, Latin, Blues und Funk. In den folgenden Sommerwochen wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Das musikalische Spektrum reicht von klassischer Instrumentalmusik über Jazz und Dixie bis zu Country, Tango, Fado oder Flamenco sowie natürlich tanzbarer Salsa und Samba.

Konzertbesucher haben am Konzerttag mit der Konzertkarte freien Eintritt in den Botanischen Garten und das Botanische Museum, so dass der Konzertbesuch mit einem Pflanzenerlebnis auf 43 ha in Garten und Gewächshäusern sowie Ausstellungsbesuch im Museum verbunden werden kann. In nur wenigen Stunden kann so vor einem Konzert botanisch die ganze Welt umrundet werden – von den Pyrenäen und den Alpen über den Kaukasus bis hin zum Himalaja und weiter durch die Prärie Nordamerikas. Der neue Sommerpfad leitet die Konzertbesucher zu dem schönsten Sommer im Garten. In den Gewächshäusern warten nicht nur die Wüste und der Tropische Regenwald. Die attraktiven Dauer- und Sonderausstellungen im Botanischen Museum lohnen einen Abstecher. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn Getränke und Delikates für den kleinen Appetit werden angeboten. Die Konzertebene ist barrierefrei zugänglich.

Botanische Extra-Zugabe

Zum Ausklang des Abends bieten der Botanische Garten und das Botanische Museum als besondere Zugabe nach jedem Konzert eine kostenlose botanische Führung an. Ein derartiges Konzerterlebnis inmitten der Vielfalt von 22.000 Pflanzenarten bleibt unvergessen!

Sommerkonzerte 2012

Eine Konzertreihe, veranstaltet vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin.

Bei schönem Wetter finden die Konzerte im Freien statt, bei schlechtem Wetter im Neuen Glashaus.

Foto: U. Nef, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

 

 

 
Ihr Sport Shop in Steglitz

Am 07. Juni eröffnet INTERSPORT im Forum Steglitz. Hier finden Sie hochwertige Sport-Markenprodukte mit einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, zuverlässigen Service, umfangreiche Garantieleistungen sowie fachliche Beratung.

 
Produkte für Ihr perfektes Styling

Trendhaarfarben, Haarpflegeprodukte, aktueller Haarschmuck, moderne Föntechnik oder Scheren – über 100.000 Kunden lassen sich bereits jeden Monat von dem umfassenden Sortiment in den COSMO Shops in ganz Deutschland überzeugen!

Jetzt können auch Sie sich von unserem vielfältigem Angebot überzeugen und Ihre Haare mit exklusiven Markenprodukten von Wella, Redken, L’Oreal, Schwarzkopf und vielen anderen verwöhnen.

 

 
Das musikalische Spektrum reicht von klassischer Instrumentalmusik über Jazz und Dixie bis zu Country, Tango, Fado oder Flamenco sowie natürlich tanzbarer Salsa und Samba

Der Botanische Garten veranstaltet vom 11. Mai bis zum 24. August 2012 wieder jeden Freitagabend ab 18:00 Uhr seine beliebten Sommerkonzerte in einmaliger Atmosphäre. Bei gutem Wetter finden sie unter freiem Himmel statt, – inklusive der Möglichkeit, die Füße in dichtem, weichem Gras im Takt der Musik zu bewegen. Bei schlechtem Wetter finden die Konzerte im Veranstaltungshaus statt. Die Konzertbühne steht inmitten des denkmalgeschützten Gewächshausensembles und seiner tropischen und subtropischen Pflanzenvielfalt.

Die Big Band Kameleon eröffnet die Reihe am 11. Mai 2012 mit Swing, Latin, Blues und Funk. In den folgenden Sommerwochen wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Das musikalische Spektrum reicht von klassischer Instrumentalmusik über Jazz und Dixie bis zu Country, Tango, Fado oder Flamenco sowie natürlich tanzbarer Salsa und Samba.

Konzertbesucher haben am Konzerttag mit der Konzertkarte freien Eintritt in den Botanischen Garten und das Botanische Museum, so dass der Konzertbesuch mit einem Pflanzenerlebnis auf 43 ha in Garten und Gewächshäusern sowie Ausstellungsbesuch im Museum verbunden werden kann. In nur wenigen Stunden kann so vor einem Konzert botanisch die ganze Welt umrundet werden – von den Pyrenäen und den Alpen über den Kaukasus bis hin zum Himalaja und weiter durch die Prärie Nordamerikas. Der neue Sommerpfad leitet die Konzertbesucher zu dem schönsten Sommer im Garten. In den Gewächshäusern warten nicht nur die Wüste und der Tropische Regenwald. Die attraktiven Dauer- und Sonderausstellungen im Botanischen Museum lohnen einen Abstecher. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn Getränke und Delikates für den kleinen Appetit werden angeboten. Die Konzertebene ist barrierefrei zugänglich.

Botanische Extra-Zugabe

Zum Ausklang des Abends bieten der Botanische Garten und das Botanische Museum als besondere Zugabe nach jedem Konzert eine kostenlose botanische Führung an. Ein derartiges Konzerterlebnis inmitten der Vielfalt von 22.000 Pflanzenarten bleibt unvergessen!

Sommerkonzerte 2012

Eine Konzertreihe, veranstaltet vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin.

Bei schönem Wetter finden die Konzerte im Freien statt, bei schlechtem Wetter im Neuen Glashaus.

Foto: U. Nef, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

 

 
Im Central Park des Connaught Place sind die Bären bis zum 06. Mai 2012 ausgestellt

Die United Buddy Bears sind zu Gast in Indien, der mit 1,2 Mrd. Einwohnern größten Demokratie der Welt. Im Central Park des Connaught Place, Dreh- und Angelpunkt von Neu Delhi, sind die Bären bis zum 06. Mai 2012 im Rahmen des Deutschlandjahres "Deutschland und Indien 2011 – 2012: Unbegrenzte Möglichkeiten" ausgestellt.

Am 27. März 2012 eröffneten Sheila Dikshit (Chief Minister von Delhi), Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin) und Cord Meier-Klodt (Geschäftsträger a.I. Deutsche Botschaft Neu Delhi) gemeinsam mit Eva und Klaus Herlitz die Ausstellung in Neu Delhi.

Für Sheila Dikshit war die Eröffnung der Ausstellung eine Herzensangelegenheit: "Die Buddy Bären stehen für Liebe und Zuwendung, für ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und für Frieden und Freude. Ich bin überzeugt, dass sie allen Menschen – ganz gleich welchen Alters - sehr viel Freude schenken werden."

Die Besucher teilen die Begeisterung der Chief Ministerin. Bereits während der Aufbauphase entstanden hunderte Erinnerungsfotos. Nach der offiziellen Eröffnung musste der Central Park an mehreren Tagen zeitweilig wegen des riesigen Andrangs geschlossen werden.

Partner und Sponsoren

Das Projekt der United Buddy Bears ist nicht-kommerziell. Ohne das Engagement vieler Institutionen, Organisationen, Unternehmen und Persönlichkeiten wäre die Reise der Ausstellung, die seit 10 Jahren in den Metropolen der Welt zu sehen ist, nicht möglich.

In Indien wird die Ausstellung von der Stadtverwaltung in Neu Delhi, Hamburg Süd, Clintus Network Limited, Lufthansa und Taj Hotel unterstützt. Besonderer Dank gilt der Deutschen Botschaft in Neu Delhi und Berlin Partner!

 
Frühlingsluft und erfrischende Sonnenstrahlen machen Lust auf Fahrradtouren

Die Seminaris- und Avendi Hotels sind darauf eingestellt: Leihfahrräder stehen bereit, damit Gäste die attraktiven Städte und Naturlandschaften direkt vom Hotel aus erkunden können. In den Seminaris- und Avendi-Hotels sind Radfahrer gern gesehene Gäste: Deshalb bieten die Häuser nicht nur Leihfahrräder an, sondern auch Fahrrad-Arrangements. Und Radwanderer, die auf ihrer Tour einfach nur übernachten und relaxen wollen, können das mit 4-Sterne-Komfort tun.

Und das sind die Fahrrad-Angebote 2012 der Seminaris- und Avendi-Hotels:

Das Seminaris-Hotel Heidehof Hermannsburg bietet beispielsweise ein "Radlerwochenende in der Südheide" - und wird so zum Ausgangspunkt für attraktive Radtouren. Für die Gäste gibt es Leihfahrräder und Kartenmaterial. Und wer einmal etwas Neues auf zwei Rädern ausprobieren möchte: Seit kurzem ist das Haus auch Ausleihstation für E-Bikes. Leihfahrräder für Touren ins Siebengebirge oder ins Rheintal bekommt man im Seminaris- und im Avendi-Hotel Bad Honnef – und an den Rezeptionen der Häuser hat man immer gute Tipps für lohnende Ziele.

Mit dem Arrangement "Biken im Albtrauf" vom Seminaris-Hotel Bad Boll können Sie die bizarre Landschaft der Schwäbischen Alb besonders eindrucksvoll erfahren: Sanfte Hügel umschmeicheln kleine Bauerndörfer und bunte Streuobstwiesen. Fahrradfahrer, die es gern etwas bequemer haben, können im Seminaris-Hotel Bad Boll auch E-Bikes ausleihen.

"Potsdam per pedales" heißt es in der brandenburgischen Landeshauptstadt: Das Seminaris-Seehotel Potsdam stellt Leihfahrräder, Tourenkarte und alles für ein Picknick während der Radtour. Und auch das Seeufer vor dem Avendi-Hotel am Griebnitzsee lockt zu Fahrradtouren.

Auch im Seminaris-Campushotel Berlin stehen Leihfahrräder für Gäste bereit. Und wer ein Zweirad ganz anderer Art testen möchte, sollte sich auf Segway-Tour begeben.

Und auch das Seminaris-Hotel Lüneburg organisiert gern Leihfahrräder für seine Gäste: So kann man die Gassen und kleinen Straßen des 1000-jährigen Lüneburgs mit dem Rad erkunden und Ausflüge in die Umgebung machen. Tipps für Ziele gibt’s an der Rezeption.

Foto: Scheibe

 
Die Schlossstraße in Steglitz will mit der Zeit gehen

Boulevard Berlin, das klingt nach Weite, grünen Bäumen und urbanen Schauwerten. Aber davon ist kaum etwas zu sehen in der Steglitzer Schlossstraße, wo am Mittwoch einmal mehr ein groß dimensioniertes Einkaufsquartier eröffnet wird. Das Projekt lockt mit Umweltzertifikat und denkmalschutzgerechtem Erhalt der Fassade des alten Wertheim-Kaufhauses. Steglitz will wieder einmal Anschluss halten an die Spitzenpositionen des Berliner Handels.

Das Ringen um die Käufergunst ist das Schicksal dieser engen Einkaufs- und Durchgangsstraße, die ihr Gefühl für Weite erst entfaltet, wo sie, vorbei am pittoresken Botanischen Garten, bereits Unter den Eichen heißt.

Kaufkraft kontra Architektur

Die Schlossstraße, die nach dem nahe gelegenen Herrenhaus Wrangelschlösschen benannt ist, befindet sich seit Jahrzehnten in einem ökonomischen Wettkampf, der bereits mehrfach städtebauliche Teiloperationen nach sich gezogen hat. In wirtschaftlicher Hinsicht wurde das meist belohnt. Kaufkraft anzulocken vermochte die Schlossstraße immer. Der Preis dafür war architektonische Achtlosigkeit. So sehr sich die Schlossstraße auch um Bedeutung mühte, war das Ergebnis meist eine bauliche Gesichtslosigkeit. Und wo sie doch wiedererkannt wird, am Hochhaus Kreisel oder am grotesken Kneipenturm Bierpinsel, rufen Stadtkenner gleich Bauskandal und Architektursünde.

Dabei war Steglitz kurz nach dem Krieg einmal ein vitales kulturelles Zentrum der geteilten Stadt. Das Schlosspark-Theater war eine bedeutende Bühne West-Berlins, und im Titania-Palast wurden 1951 mit Alfred Hitchcocks „Rebecca“ die ersten Internationalen Filmfestspiele eröffnet. Steglitz, man glaubt es kaum, war einmal ein Kernbezirk der West-Berliner Identitätsbildung.

Nirgends schien der Osten weiter entfernt als rund um das Rathaus Steglitz. Dabei hat sich der Bezirk stets schwergetan mit der Ausbildung eines eigenen Kiezgefühls. Die Steglitzer Wohnbezirke wirkten schon immer wie die Quartiere von Besserverdienen, erst recht dort wo es in Richtung der Villenvororte Dahlem und Zehlendorf geht. Und obwohl das Geschäftsleben in der Schlossstraße seit jeher stark von Fluktuation geprägt ist, würde dort kaum jemand das Wort Gentrifizierung an die Wand sprühen.

Den diskreten Charme der Schlossstraße findet man, wenn es ihn denn gibt, ein paar Schritte abseits der Discounter und Hallen von Markenketten wie dem Schloss-Straßen-Center (SSC), das gleich mehrmals den Buchstaben „s“ spendiert, wo er nicht hingehört.

Woraus Steglitzer Flair einmal bestanden haben mag, verrät derweil der unter Denkmalschutz stehende gläserne Pavillon des Autohauses Winter, der heute eine Bäckereikette beherbergt. Hier wurden in transparenter 50er-Jahre-Luftigkeit nicht nur Autos präsentiert, sondern auch zeitgeschichtliche Ausstellungen. Die Steglitzer Bürgerschaft ist nie ganz untätig dabei gewesen, über das eigene Stadtschicksal nachzudenken. Selbst die schnöden Treppenaufgänge zu der brachial in die Stadtlandschaft gesetzten Autobahn dienten vorübergehend als Kunstgalerie. Zwischennutzung auf Steglitzer Art.

Zwischen urban und deftig

Städtisch-urban geht es am Wochenende unterdessen auf dem Trödelmarkt am Hermann-Ehlers-Platz zu, der einige Spezialitäten aufweist wie den türkischen Händler für gebrauchte Designer-Bad-Garnituren samt Dichtungsringen und persönlich vorgetragenen Einbauanleitungen. Das Marktgeschehen gruppiert sich dabei rund um die Steglitzer Spiegelwand, die an die deportierten Berliner Juden erinnert und über das einstige jüdische Leben in Steglitz informiert.

Zu den kulturellen Besonderheiten gehört das Stadtbad Steglitz, das 2002 geschlossen und zwei Jahre später an eine private Investorin verkauft wurde. Seit 2004 wird das einstige Bad mit Kulturveranstaltungen und Café bespielt und präsentiert sich so als typische Szenelocation im für alternative Lebensformen nicht gerade bekannten Bezirk.

Und? Wird man da auch satt? In kulinarischer Hinsicht geht es in der Schlossstraße eher deftig zu, seit das erlesene Geschäft Feinkost Nöthling seinen Kontor für immer geschlossen hat. Dafür gibt es an der Wurstbude „Zur Bratpfanne“ seit 1949 die klassische Berliner Curry-Wurst, mit der Herstellung eigener Saucen kämpft man tapfer um die Top-Plätze hinter den Bestsellern des Berliner Wurstklassikers, Konopke’s Imbiss und Curry 36.

Wer es ein wenig stilvoller mag, sollte sich ein Stück nordwärts in Richtung Rheinstraße bewegen, die bereits zum mit Kulturtradition gesättigten Friedenau gehört, wo sich in den letzten Jahren eine stattliche Zahl von Cafés, Bistros und sogar eine kleine Kaffeerösterei angesiedelt hat. An der Dickhardtstraße lädt das portugiesische Restaurant Carlos Caravela seit Jahren zu Fischgerichten in ursprünglicher Atmosphäre ein.

Der Hauswein wird nach Zentimeterverbrauch berechnet und für den kleinen Appetit gibt es eine umfangreiche Karte mit Tapas. Fürs Spazierengehen danach lohnt der Aufstieg zum Insulaner, die kleine Erhebung mit Sternwarte und Sommerschwimmbad. Hat ja keiner gesagt, dass man nur zum Shoppen nach Steglitz muss.

Berliner Zeitung, [03.04.2012]

 
Neues Shoppingcenter in Steglitz

Großes erleben, Klasse einkaufen – so lautet der Werbeslogan von Berlins jüngstem Shopping-Center. Groß ist der Boulevard Berlin, wie das neue Einkaufszentrum an der Schlossstraße in Steglitz heißt, tatsächlich. Mit einer Verkaufsfläche von rund 76 000 Quadratmetern auf vier Etagen ist es nach den Gropius Passagen in Neukölln Berlins zweitgrößtes Center.

Doch wenn am heutigen Mittwoch ab 11 Uhr die Kunden ins neue Haus kommen, für das ein Teil der Treitschkestraße als Passage überdacht wurde, werden sie so manche Ladentür verschlossen finden. Während Nachbar Karstadt, der auch zum Boulevard Berlin gehört, nach Sanierung und Erweiterung bereits vorige Woche neu eröffnet wurde, sind im Center erst etwa 90 der rund 160 Geschäfte verkaufsbereit. Etliche ziehen erst in den nächsten Tagen und Wochen ein, so zum Beispiel Filialen von H&M, New Yorker und Levi’s.

Und der sogenannte Ankermieter, also jener Anbieter, der die meiste Kundschaft anlocken soll, kommt sogar erst im Herbst – der Elektronikmarkt Saturn wechselt dann vom Center „Schloss 110“ schräg gegenüber in den Boulevard Berlin. Mit knapp 11.000 Quadratmetern wird der Markt dort dreimal größer sein als bisher. Auch das Fitnesscenter und die große Imbissmeile im zweiten Obergeschoss werden erst im Sommer fertig. Andrej Pomtow vom Duisburger Projektentwickler Multi Development begründet diese Lücken mit mehreren Konzeptwechseln: „Wir haben die Programme immer wieder modifiziert, bis alles passte."

Erst 90 Prozent der Verkaufsflächen vermietet

Viel lieber redet der Manager über die besonderen Angebote: So öffnen im Boulevard heute zwei Läden, die es in Berlin bislang noch nirgends gibt – der kalifornische Textilanbieter Hollister sowie Zara Home, wo es es neben Kleidung auch Wohn-Accessoires gibt. Ansonsten findet man im Boulevard etliche Ketten, die es auch in anderen Centern gibt. Dennoch ist man bei Multi Development, das das Center im Sommer an das holländische Unternehmen Corio verkaufen will, vom Erfolg überzeugt: „Für den Herbst erwarten wir die Vollvermietung, derzeit liegen wir bei knapp 90 Prozent“, so Pomtow.

Der Boulevard Berlin ist das vierte Einkaufszentrum an der Schlossstraße. Die Straße verzeichnet mit rund 200 000 Quadratmetern die höchste Ladendichte in Berlin und gilt nach dem Kurfürstendamm als zweitwichtigste Einkaufsstraße der Stadt. Dass auf der Schlossstraße zu viele Geschäfte auf zu wenig Kaufkraft stoßen könnten, befürchten die Beteiligten nicht. „Wenn wir es schaffen, die Schlossstraße als Marke überregional zu etablieren, als eine Art Kudamm des Südwestens, dann werden alle Händler etwas davon haben“, sagt Manager Pomtow. Deshalb gebe es Initiativen für ein Schlossstraßen-Management.

Multi Development will nicht nur auf Shopping reduziert werden. Das Unternehmen finanziert seit zwei Jahren in Berlin ein Ausbildungsprojekt. Für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat es hinterm Center Teile des Lassen-Parks saniert und die Treitschkestraße bis zur Lepsiusstraße neu gepflastert. Wünsche an die Politik hat man auch, wie Pomtow sagt: „Die Gehwege der Schlossstraße sind zu schmal und der öffentliche Nahverkehr sollte ausgebaut werden."

Anlässlich der Eröffnung gibt es bis zum Ostersonnabend Gewinnspiele, Sonderangebote und Shows von Musikern, Köchen und Sportlern. Geöffnet ist täglich 10–20 Uhr.

Berliner Zeitung, [03.04.2012]

 

 
Streit um Graffiti-Kunst

Bunt oder rot, das ist hier die Frage. Der Bierpinsel taugt auf alle Fälle trefflich zum Streitobjekt. Derzeit geht es zumindest weniger um Sanierung und Nutzung als um die Farbe des Steglitzer Turms. Die gegnerischen Parteien: zwei Frauen. Inhaberin Larissa Laternser ließ das Gebäude letztes Frühjahr von Graffitikünstlern besprühen. Das ärgert, wie berichtet, die Witwe des verstorbenen Architekten Ralf Schüler. Ursulina Schüler-Witte sagt, ihr Mann und sie hätten ausdrücklich verboten, den Turm umzugestalten, und droht mit Klage. Seit fast zwei Jahren schwelt der Konflikt.

Laternser spricht von anfänglicher Zustimmung des Ehepaars für die Neugestaltung. Zwar sei später Kritik laut geworden, aber Unstimmigkeiten habe man noch vor Beginn der Kunstaktion ausgeräumt. Beim Eröffnungsfest sei das Architektenpaar anwesend und „sehr glücklich“ über die Wiederbelebung des Schlossturms als Kunstobjekt gewesen.

Stimmt nicht, entgegnet Ursulina Schüler-Witte. „Das ist unglaublich, diese Frau lügt und trickst. Wir waren nicht auf der Feier und schon immer empört über diesen Mist.“ Die bunt gescheckte Fassade sei „grauenhaft“. Und Frau Schüler-Witte boykottiert seither die Schlossstraße.

Im Herbst 2010 wurde der zuvor besprühte Bierpinsel geschlossen. Diagnose: Wasserschaden durch Kälte und Frost aus dem Winter im Jahr zuvor. Da, sagt Laternser, habe man die Fassade nicht mehr ändern können, Gutachter hätten dies untersagt. Vorher allerdings konnte man sie trotz Wasserschadens umgestalten, nun ja. Die Versicherung ist laut Larissa Laternser an der Sache dran. Seit Donnerstag lägen neue Gutachten vor.

Ursulina Schüler-Witte hält all dies für Verschleppungstaktik. „Ich vermute, sie hat kein Geld für die Entfernung der Graffiti.“ Nun will sie die Überpinselung der Spraydosenaktion einklagen.

Vorerst bleibt der Turm ohnehin für Publikum geschlossen. Laternser plant eine Wiedereröffnung des Bierpinsel-Betriebes erst für 2013. Gastronomie im Turmrestaurant und auch Kunst- und Kulturangebote soll es dann wieder geben. Eine neue Bar sei längst in Planung, die Räume dafür an eine Gruppe von Investoren und Gastronomen der „Bar Tausend“ am Schiffbauerdamm vergeben.

Die künftige Farbgebung des Turmes hat übrigens auch das Bezirksamt Steglitz beschäftigt. Im April 2011 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung, sich dafür einzusetzen, dass die bunte Fassade so lange wie möglich erhalten bleibt – ohne Zusatzkosten für den Bezirk. Und so geht der Streit der Frauen weiter, denn Ursulina Schüler-Witte ist wild entschlossen, ihr Urheberrecht geltend zu machen und Larissa Laternser auf Schadenersatz zu verklagen. Wie der Bierpinsel künftig leuchtet, hängt also wohl davon ab, wer den Rechtsstreit gewinnt.

Das kann dauern – vielleicht auch länger, als die Sprühfarbe hält. Die bleibe nur drei bis vier Jahre richtig schön, sagt Laternser. Danach will sie die Fassade zukunftsorientiert gestalten, Solarplatten seien eine Idee. Unnötig anzumerken, dass Ursulina Schüler-Witte da nur eines sieht: rot.

Der Tagesspiegel, [02.04.2012]

 
Neues Einkaufscenter in der Schlossstraße: Boulevard Berlin

An der Schlossstraße in Steglitz gibt es die höchste Ladendichte in Berlin. Jetzt kommt mit dem Boulevard Berlin das zweitgrößte Einkaufszentrum der Stadt hinzu. Dich nicht jeder ist begeistert. Außerdem sind viele Ladenflächen noch nicht vermietet.

Hinterm Zaun staubt es, Bauarbeiter tragen Kabel, Farbeimer und Gehwegplatten. „Das schaffen die nie“, murmelt ein älterer Herr mit Blick auf das Plakat an der Fassade: Darauf ist für den 4. April um 11 Uhr die Eröffnung angekündigt. Bis Mittwoch kommender Woche soll aus der Riesen-Baustelle am U-Bahnhof Schlossstraße in Steglitz ein Riesen-Shoppingcenter werden. Der Boulevard Berlin, wie die Duisburger Multi Development GmbH ihr Projekt nennt, wird Berlins 60. Einkaufszentrum und mit 160 Geschäften auf 76 000 Quadratmetern das zweitgrößte der Stadt. Nur die Gropius Passagen in Neukölln (85 000 Quadratmeter) sind größer.

Für seine 390 Millionen Euro teure Investition hat das Unternehmen nicht nur das alte Wertheim-Warenhaus abgerissen und mit historischer Fassade neu errichtet. Auch Teile der Treitschkestraße wurden zur überdachten Ladenpassage, mit Übergängen zum Karstadt-Kaufhaus, das nach Sanierung und Erweiterung bereits am gestrigen Donnerstag wieder eröffnet wurde. Auch Karstadt und die Abteilung Karstadt-Sport, die aus dem Forum Steglitz geholt wurde, gehören zum Boulevard Berlin. „Wir sind überzeugt, dass die Toplage Schlossstraße jetzt überregional noch mehr an Bedeutung gewinnt“, sagt Kaufhaus-Chef Volker Pesarese.

Nicht jeder ist begeistert

Der Boulevard Berlin komplettiert eine einzigartige Konzentration von Shopping-Centern und Kaufhäusern: Entlang der rund zwei Kilometer langen Schlossstraße gibt es mehr als 200 000 Quadratmeter Verkaufsfläche, die größte Ballung berlinweit. Jedes Haus zwischen Walther-Schreiber-Platz und Rathaus Steglitz hat im Erdgeschoss mindestens ein Geschäft. „Die Schlossstraße ist die stille Zweite hinter dem Kudamm“, sagt der Chef des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen. Sie sei eine „starke Meile“ für die kaufkraftstarke Kundschaft im Südwesten bis nach Potsdam.

Doch nicht jedem gefallen die Veränderungen. „Sind doch kaum noch richtige Fachgeschäfte hier, nur noch Filialisten“, sagt ein Mann am Imbiss. Auch Petra Aengeneyndt, Inhaberin von Wäsche-Elfi, sagt das. Sie beklagt vor allem den Rückgang „bürgerlich-hochwertiger“ Läden. Institutionen wie Delikatessen-Nöthling hätten aufgegeben, nach 60 Jahren sei auch der Schreibwarenladen Schmidt-Hagius weggezogen.

Wer wissen will, wie es an der Schlossstraße früher aussah, der ist bei Wäsche-Elfi richtig: In dem 25 Quadratmeter kleinen Geschäft mit der winzigen Umkleidekabine wurde in 60 Jahren fast nichts verändert. Kassenzettel werden noch immer per Hand geschrieben, in aufeinander gestapelten grauen Hartpappe-Kartons ist ein Großteil der Waren aufbewahrt. Dinge, die es sonst kaum noch gibt, wie Petra Aengeneyndt sagt: Bettjacken, Korseletts oder Hüfthalter, die vornehmlich von älteren Damen gekauft werden. Kunden, die Nachthemden für über 100 Euro schätzen, kommen aus Zehlendorf, aber auch aus Kanada, Norwegen und Israel.

Noch sind einige Ladenflächen frei

Nur mit Nischenprodukten, sagt Waltraut Schneider, Inhaberin von Uhren Philip gegenüber, komme man als kleiner Händler gegen die großen Ketten an. Sei es besondere Wäsche, edles Porzellan, frisches Ökobauernbrot, hochwertige Kinderkleidung oder exklusives Techniksortiment: „Wer etwas Besonderes anbietet, zieht Kunden an.“ Und wo viele Anbieter sind, wollen andere auch hin. Dies bestätigt Verbandschef Busch-Petersen: „Von einer Mischung aus preiswert und edel, von großen Centern und kleinen Läden, leben Einkaufsstraßen."

Doch vor einer weiteren Expansion an der Schlossstraße wird gewarnt. Noch mehr Verkaufsfläche sei dort nicht verträglich, sagt der Bürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Norbert Kopp (CDU). Denn längst nicht alle können Gewinner sein. So wird das Schloss 110 an der Schildhornstraße bald halb leer stehen, weil Saturn zum Boulevard Berlin und Intersport ins Forum Steglitz wechseln. Für Busch-Petersen normale Entwicklungen, die auch Chancen böten. Auf eine solche wartet das Schloss-Straßen-Center am Walther-Schreiber-Platz seit Jahren. Das einstige Hertie-Haus ist zu klein und zu unübersichtlich. Jetzt wird es umgebaut, ein irischer Textilanbieter mit einem ähnlichen Sortiment wie H&M soll frischen Wind und Kundschaft bringen.

Auch beim neuen Boulevard Berlin bleibt noch einiges zu tun, selbst nach der Eröffnung: Erst rund 85 Prozent der Läden sind vermietet, und ein Großteil der Imbiss-Meile wird erst im Sommer fertig.

Berliner Zeitung, [29.03.2012]

 
27.500 Athleten trafen sich am Sonntag zum Halbmarathon

Anton Scheffler trabt zwar unter ferner liefen am Publikum vorbei – aber er ist spitzenmäßig in Stimmung wie auch die meisten anderen Nachzügler. Die Stadtbesichtigung im Laufschritt über exakt 21,0976 Kilometer macht dem Steglitzer Informatiker, der in seiner Freizeit dreimal wöchentlich an den Grunewaldseen trainiert, „einen Riesenspaß.“ Zumal sich auch beim 32. Berliner Halbmarathon am Sonntag wieder zeigt: Je später die Ankömmlinge, desto ausgelassener das Bild. Für die Langsamsten spielen die Trommler an der Wilhelmstraße besonders laut, für sie bläst Saxophonist Reiner Hess vom Jazzquartett, das sich in der Kochstraße postiert hat, ein rasantes Solo.

Und die Fans an der Strecke schwenken ihre gemalten Schilder extra heftig. „Conny go!“, „Durchhalten Thomas!“

Rennen, rollen, skaten. Laufen, lachen, leiden. Die Stadt ist in Bewegung. Rund 27 500 Teilnehmer sind am Vormittag zwischen 10 und 11 Uhr an der Karl- Marx-Allee in Mitte zum größten deutschen Halbmarathon gestartet. Erst legen die Inlineskater los, dann die Handbiker – und schließlich die Läufer. Sie bewältigen auf ihrer Tour durch die Ost- und Westcity zwar nur die halbe Strecke des Berlin-Marathons im Herbst, aber gemessen an ihrer Zahl ist dieser Frühjahrslauf schon längst keine halbe Portion mehr. Blick zurück: 2007 meldeten sich 22 000 Athleten an, und seither ging es stetig weiter aufwärts. Diese gewaltige Läuferschar war auch der Grund, weshalb der Veranstalter SCC Events 2011 erstmals den Start- und Ziel-Punkt vom Roten Rathaus vor das Kino International an der Karl-Marx-Allee verlegte. Die breite Straße bietet wesentlich mehr Platz.

Am Leipziger Platz steigern die Läufer schon sichtlich ihr Tempo zum Endspurt. Punkt 11.32 Uhr naht die Spitzentruppe. Fünf Favoriten aus afrikanischen Ländern, unter ihnen der 24-jährige Kenianer Wilson Kiprop, amtierender Halbmarathonweltmeister. Cheerleadermädchen wedeln ihre Federbüsche, ein Ansager ruft ins Mikrofon: „Das sind die Größten. Sie kämpfen um eine Zeit unter einer Stunde.“ Aber die Schwarzen zeigen kein Mienenspiel, blicken konzentriert geradeaus, gehen in die Kurve zur Wilhelmstraße... Und dann ist der Asphalt wieder nahezu leer.

Erst 15 Minuten später naht der Haupttrupp. Ein Trappeln von Sportschuhen, dann kommen Tausende auf der Potsdamer Straße in Sicht, dicht gedrängt. Viele haben die Laufhosen hochgekrempelt und schwitzen im T-Shirt oder gar im Kostüm, während ihr Publikum eher fröstelt. Und hinter den Absperrbändern schauen Jonathan (3), Anton (6) und Marlene (8) nach ihrem Vater aus. Endlich. „Da kommt er“, ruft die Mutter. Felix Lauckner hält auf das Quartett zu, begrüßt seine Familie aus Kreuzberg mit Handschlag – und „Tschüss“.

Rund 130 Ordner und 32 Ärzte, unterstützt von 140 Sanitätshelfern der Johanniter sind im Einsatz. Doch alles bleibt „bis zum Ende entspannt“, zieht der Veranstalter Bilanz. Nur neun Läufer müssen wegen Schwächeanfällen aufhören und vorsorglich in Kliniken gebracht werden.

Der Tagesspiegel, [01.04.2012]

 
Sonderausstellung im Botanischen Museum und Florenpfad im Botanischen Garten

Mit der Sonderausstellung "Floras Schätze. Die Erfassung der Grünen Welt" stellen der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem eines der wichtigsten Arbeitsgebiete der Botanik vor. Bereits seit einem Vierteljahrtausend erfassen Botaniker die Pflanzenwelt verschiedener geographischer Regionen und vereinen die Ergebnisse in Florenwerken, Bestimmungsbücher für Pflanzen eines Gebietes. Dennoch ist das Wissen über das grüne Kleid der Erde noch sehr lückenhaft: es gibt immer noch fast weiße Flecken auf der botanischen Weltkarte. Die Ausstellung vermittelt, wie unterschiedlich, aufregend, lang und anstrengend der Weg von der Expedition bis zur fertigen Publikation einer Flora ist. Die Sonderausstellung wird vom 27. April 2012 bis 24. Februar 2013 in Berlin gezeigt. Die Ausstellungstexte sind Deutsch und Englisch.

Wertvolle Exponate, Filme, Mitmachstationen

Bibliophile Kostbarkeiten werden ausgestellt, wie beispielsweise die teuerste Flora der Welt, die Flora Graeca. Ton- und Filmdokumente veranschaulichen die Arbeitsweise von Floristen und stellen die Menschen hinter wichtigen Florenprojekten vor. Arbeitsutensilien und Sammelausrüstung illustrieren die erforderliche Arbeitsausstattung. Medienterminals und zahlreiche Mitmachstationen laden die Besucher zum Erkunden und Spielen ein. So kann an einem "Bestimmungsflipper" erprobt werden, wie ein Bestimmungsschlüssel funktioniert und das eigene Können beim Bestimmen einer Pflanze bewiesen werden. Für Kinder und Familien gibt es einen kindgerechten Ausstellungsbereich.

Florenpfad im Botanischen Garten

Parallel zur Sonderausstellung im Botanischen Museum führt ein passend zum Ausstellungsthema konzipierter Florenpfad durch den Botanischen Garten in 15 verschiedene Weltgegenden. An den Stationen informieren Text-Bild-Tafeln über die Florenwerke und die typischen Pflanzen des jeweiligen Gebietes.

Zur Ausstellung erscheint ein reichhaltig illustrierter Katalog- und Essayband, der alle deutsch- und englischsprachigen Ausstellungstexte aufführt. Gruppenführungen können zu individuellen Zeiten vereinbart werden.

Floras Schätze. Die Erfassung der Grünen Welt
Sonderausstellung im Botanischen Museum und Florenpfad im Botanischen Garten Berlin-Dahlem
Ort: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin
Dauer: 27. April 2012 bis 24. Februar 2013 Ausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr (Museum) Palmenpfad täglich von 9 Uhr bis Dämmerung (Garten)
Eintritt: Garten und Museum: 6 €, ermäßigt 3 € Nur Museum: 2,50 €, ermäßigt 1,50 €

 
Eröffnung am 04. April 2012

Die Schlossstrasse in Berlin-Steglitz: Eine Top-Handelslage mit einer Vielzahl von internationalen Filialisten, großen Handelshäusern, kleinen spezialisierten Fachhändlern und einer außergewöhnlichen Dichte von Shoppingcentern von ganz alt und modernisiert bis relativ neu: Am 4. April 2012 eröffnet hier der Boulevard Berlin, eines der größten innerstädtischen Einzelhandelszentren Deutschlands: 180 Geschäfte auf insgesamt 76.000 qm Geschäftsfläche gepaart mit anspruchsvoller, durchdachter Architektur und einer städtebaulich sinnvollen Eingliederung in das Umfeld machen den Boulevard Berlin zu einer Top-Adresse. Als Einkaufslage erhält die gesamte Schlossstraße noch mehr Gewicht.

 

 
Am Samstag & Sonntag, den 31. März & 1. April 2012

Der Berliner Staudenmarkt – einer der größten und angebotsstärksten Pflanzenmärkte Deutschlands – lädt zum Start in die Gartensaison 2012 ein. Fast 100 Gärtnereien begrüßen den Frühling mit vielen Raritäten, Neuzüchtungen und einer einzigartigen Sortenvielfalt. Die Frühblüher erfreuen bereits mit den ersten Farben, während die austreibenden Sommerstauden ihre späteren Schönheiten erst ahnen lassen. Hochwertige Qualität ist oberstes Gebot auf dem Staudenmarkt. Immer mehr Anbieter praktizieren den naturnahen bis biologischen Anbau für ihre Stauden, Gehölze oder Zwiebeln. Fachliche Beratung gibt es gratis bei jedem Gärtner und bei den Naturschutzorganisationen vor Ort. Der Berliner Staudenmarkt bietet alles für die Belebung von Fensterbrett, Balkon und Garten und ein außergewöhnliches Markterlebnis zum Frühlingsstart.

Markt-Schwerpunkt: Boden & Erde

Jede Pflanze kann nur so gesund wachsen und prächtig blühen, wie das Erdreich es ihr ermöglicht. Deshalb widmet der Berliner Staudenmarkt im Frühjahr dem Thema „Boden & Erde“ besondere Aufmerksamkeit. Fachleute informieren über naturnahe Bodenbearbeitung und Zusammensetzung - und was bringt der Einsatz nützlicher Organismen im Boden? Besucher informieren sich über Möglichkeiten der Kompostierung. Durch die wissenschaftliche Versuchsanlage zur Herstellung von fruchtbarer Schwarzerde – TerraBoGa – bietet der Botanische Garten Führungen an. Die passenden Gerätschaften erleichtern jedwede Gartenarbeit. Feine Gartenmöbel und handwerkliche Accessoires inspirieren die kreative Gartengestaltung. DIE Attraktion fehlt nicht: Vorführung der Großbaumpflege der Gärtnerhof GmbH in luftiger Höhe und nebenan klettert der Nachwuchs selbst die Buche hoch – natürlich unter Aufsicht.

Aktion: Blüten in Mehrweg-Tüten

Ein voller Erfolg auf dem Staudenmarkt im Herbst 2011 war der Aktionsstart zur Vermeidung der ungehemmten Ausgabe von Plastik-Tüten. Viele wiederverwertbare Ideen wurden präsentiert. Alle Besucher werden auf für den kommenden Staudenmarkt gebeten, eigene Taschen, Körbe, Rucksäcke oder Wägelchen zum Transport der Pflanzen mitzubringen.
Besuch vom Schirmteam Jacqueline Roussety und Andreas Hoppe
Schirmteam für das Staudenmarkt Jahr 2012 sind Jacqueline Roussety, Schauspielerin/Schriftstellerin, und Andreas Hoppe, Schauspieler (u.a. bekannt als Tatortkommissar). Beide schrieben das Buch: »Allein unter Gurken«, in dem sie sich als engagierte Gärtner zeigen. Sie werden auf dem Markt ihr Buch am Sonntag, dem 1. April 2012, um 12 Uhr signieren.

Besuch vom Bezirksbürgermeister Norbert Kopp

Am 31. März 2012, 11 Uhr wird der Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf Norbert Kopp und der Direktor des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Prof. Dr. Thomas Borsch mit einem Festakt vor den Gewächshäusern die „Entente Florale im Bezirk Steglitz-Zehlendorf“ eröffnen. Erstmals nimmt ein Berliner Bezirk am Bundeswettbewerb „Entente Florale – Gemeinsam Aufblühen“ teil. Die „Entente Florale“ ist ein Wettstreit der Städte für eine lebenswerte, attraktive und nachhaltige Gestaltung des städtischen Raums mit Grün und Blumen – und wird das Quartier rund um die Schlossstraße zum Blühen bringen.

Der Berliner Staudenmarkt ist der Treffpunkt für Gartenliebhaber aus ganz Europa.

Berliner Staudenmarkt im Botanischen Garten Berlin-Dahlem
Eingänge: Königin-Luise-Platz (Bus 101, X83) und
Unter den Eichen (Bus M48)
Zeit: Samstag Sonntag, 31. März 1. April 2012
Geöffnet: 9 – 18 Uhr
Garteneintritt: 6 €, erm. 3 €. Kinder bis 7 Jahre Eintritt frei

Fotos: Kerstin Zillmer

 

 
Eine Galerieausstellung im Botanischen Museum Berlin-Dahlem

Erstmals in Deutschland präsentiert das Botanische Museum Berlin 40 Faksimiles der originalen Aquarelle aus dem Highgrove Florilegium. Sie zeigen Pflanzen aus dem Garten von HRH The Prince of Wales Prince Charles. Es ist das erste Florilegium, das von einem Mitglied des britischen Königshauses initiiert wurde und verbindet in besonderer Weise das Interesse des Prince of Wales für Malerei mit dem Gartenbau. Sieben Jahre lang, von 2002 bis 2009, haben über 70 renommierte Pflanzenzeichner aus der ganzen Welt am Highgrove Florilegium gearbeitet. Die Ausstellung ist vom 28. März bis 3. Juni 2012 im Botanischen Museum Berlin-Dahlem zu sehen. Vorherige Stationen der Ausstellung waren London, New York und Tokyo.

Highgrove Florilegium

Das Florilegium porträtiert die Pflanzen im Garten von Prince Charles, dem Landsitz Highgrove in Gloucestershire, England. Prinz Charles entwickelte den Garten über 30 Jahre lang zu einer bemerkenswerten und innovativen Anlage, die biologisch und nachhaltig bewirtschaftet wird. Die insgesamt 124 Aquarelle zeigen einen repräsentativen Querschnitt durch den Garten von Highgrove: Bäume und Sträucher, Nutz- und Zierpflanzen, Seltenes neben ganz Alltäglichem. Die in zwei Bände zusammengefassten Aquarelle wurden im Auftrag des Prinzen Charles von Addison Publications Ltd. publiziert. Die Original-Ausgabe ist auf 175 Exemplare limitiert, nummeriert und von HRH The Prince of Wales handsigniert. Der Erlös kommt der Wohltätigkeitsorganisation des Prinzen zugute.

Florilegium: Eine lange Tradition

Seit dem 17. Jahrhundert haben bedeutende Königshäuser ihre Gärten porträtieren lassen und damit eine Tradition begründet. Eine Sammlung von Aquarellen mit individuellen Pflanzenporträts, ein Florilegium, bezeugt nicht nur wie prächtig die königlichen Gärten waren, sondern auch, wie aufwändig deren kunstvolle Dokumentation betrieben wurde. Florilegien wurden als Prestigeobjekte betrachtet und als Staatsgeschenke verwendet. Weltberühmt und sehr wertvoll sind beispielsweise die Florilegien der königlichen Gärten von Paris, des Hortus Eystettensis in Deutschland oder der kaiserlichen Gärten in Wien. Prince Charles knüpft mit dem Highgrove Florilegium an diese Tradition an: Es ist das erste Florilegium des britischen Königshauses.

The Highgrove Florilegium: Aus dem Garten von HRH The Prince of Wales
Galerieausstellung im Botanischen Museum Berlin-Dahlem
Ort: Botanisches Museum Berlin-Dahlem
Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin
Dauer: 28. März bis 3. Juni 2012, täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 2,50 €, ermäßigt 1,50 € (beim Garteneintritt 6 €, erm. 3 € ist der Museumseintritt inklusive)

 
Pflanzenbestimmungsbuch mit Hilfe Berliner Botaniker erschienen

Wer in China Disteln, Wegwarten oder Kornblumen begegnete und wissen wollte, um welche Pflanzenart es sich genau handelt, der musste die chinesische Sprache beherrschen: Die bisherige Bestimmungsliteratur war ausschließlich Chinesisch. Damit erschließt die kürzlich erschienene englischsprachige Ausgabe der "Flora of China. Volume 20-21 (Asteraceae)." die große Familie der Asterngewächse erstmals für die nicht-chinesische Welt. Das Werk ist das Ergebnis jahrelanger Forschungen eines internationalen Expertenteams aus über 33 führenden Wissenschaftlern. Der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin war mit vier Wissenschaftlern maßgeblich beteiligt. Die online-Version des Textbandes bietet zusätzlich zur Druckversion interaktive Bestimmungsschlüssel und Fotografien der Pflanzen. Ein umfangreicher gedruckter Illustrationsband wird voraussichtlich in einem Jahr erscheinen und den aktuellen Textband komplettieren.

Das Werk vereint den aktuellen Kenntnisstand über die Familie der Asterngewächse in China in einem Band. Die knapp 1000 Seiten starke Publikation ist von großer Bedeutung für Botaniker, Vegetationskundler, Ökologen, Pharmazeuten und Geographen sowie für alle an der Flora Chinas Interessierten: Sie bietet erstmals die Möglichkeit, die Asterngewächse Chinas selbständig und zuverlässig bestimmen zu können – ohne auf chinesische Literatur oder die Kenntnisse eines Spezialisten zurückgreifen zu müssen.

Neue Arten entdeckt vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem

Die Berliner Wissenschaftler bearbeiteten die Verwandtschaftskreise der Disteln, der Wegwarten (Cichorieae), der Alpenscharten (Saussurea und Verwandte) und der Kornblumen (Centaurea und Verwandte). Ihre Bearbeitungen beruhen auf der Sichtung der kompletten historischen und aktuellen Literatur, der Auswertung vieler tausender Herbarbelege aus wissenschaftlichen Sammlungen der ganzen Welt, sowie in vielen Fällen den neuesten verfügbaren molekularbiologischen Untersuchungen. Vier neue Arten wurden entdeckt und 51 Sippen aufgrund veränderter Gattungskonzepte neu benannt. Mit der Erarbeitung der Flora waren Expeditionen und Feldstudien in China und Forschungsaufenthalte in internationalen Herbarien verbunden. Die Erforschung der Familie der Asterngewächse ist ein traditioneller Forschungsschwerpunkt des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem.

Asterngewächse in China: die größte Erfolgsstory

Die Familie der Asterngewächse (Asteraceae) ist die artenreichste Pflanzenfamilie in China. Mit der Veröffentlichung des nun vorliegenden Werkes sind 2336 Arten innerhalb der Familie in China bekannt. Damit zählen etwa siebeneinhalb Prozent der in China bekannten Gefäßpflanzen zu den Asterngewächsen. Sie sind überaus erfolgreich und in ganz China zu finden: von den höchsten Gipfeln der Erde im Himalaya und dem tibetischen Hochland bis zum tropischen Regenwald in Yunnan und auf der Insel Hainan, von der Wüste Gobi bis zur Taiga an den Grenzen Sibiriens. Viele Asterngewächse sind Nutzpflanzen, wie beispielsweise die in der traditionellen chinesischen Medizin bedeutenden Schneelotus-Arten (Gattung Saussurea). Bei allen Asterngewächsen sind die kleinen Einzelblüten zu körbchenartigen Köpfchen zusammengefasst, siewerden daher im Deutschen auch Korbblütler genannt.

Flora of China: Eines der größten Florenprojekte der Gegenwart

Die chinesische Flora ist eine der artenreichsten der Nordhalbkugel außerhalb der Tropen und daher von überragender Bedeutung für pflanzliche Vielfalt und genetische Ressourcen: Die Pflanzenwelt umfasst über 31 000 Arten und beherbergt damit etwa ein Zehntel der pflanzlichen Biodiversität unseres Planeten und etwa zehnmal mehr Pflanzenarten als Deutschland. Über die Hälfte der Arten kommt nur in China und nirgendwo anders auf der Welt vor. Dieser hohe Endemismusanteil und die Artenvielfalt der Gebirge machen die Erforschung der chinesischen Flora zu einem interessanten Modellfall für das Verständnis der pflanzlichen Evolution. Aufgrund fehlender aktueller und englischsprachiger Fachliteratur war eine Erforschung der chinesischen Pflanzenwelt bislang erschwert. Die Bearbeitung und Publikation der "Flora of China" ermöglicht eine Erschließung der Flora Chinas für die internationale Fachwelt und ist eines der größten Florenprojekte der Gegenwart. Es wird von dem Botanischen Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Beijing und dem Botanischen Garten in St. Louis (Missouri, U.S.A.) geleitet und koordiniert. 477 Wissenschaftler aus 31 Ländern erarbeiten insgesamt 47 Bände, von denen mit dem vorliegenden nun 40 bereits erschienen sind.

Foto: M. Smalla

 

 
Vorstellung des neuen Besucherangebots: Jahreszeitenpfad im Frühling

Mit dem neuen Besucherangebot eines Jahreszeitenpfades werden künftig alle Besucher im Botanischen Garten Berlin begrüßt. Der Jahreszeitenpfad führt zu den aktuell schönsten Pflanzen und Bereichen im Garten. An der Kasse wird kostenfrei ein deutsch- und englischsprachiger Flyer verteilt. Er führt einen Lageplan und eine Beschreibung des empfohlenen Pfades auf. Im Garten weisen Schilder die Stationen des Pfades aus.

Von März bis Mai können Besucher künftig mit dem aktuellen "Frühlingspfad" den Botanischen Garten in zwölf Stationen entdecken. Mit dem Frühlingspfad lässt sich das erwachende Frühjahr in mehreren Regionen der Erde gleichzeitig erleben. Der Pfad leitet nicht nur durch das Freiland sondern auch durch die Gewächshäuser. Auch in den kommenden Jahreszeiten wird ein Jahreszeitenpfad die Besucher durch den Sommer, Herbst und Winter im Botanischen Garten leiten.

"Im Botanischen Garten Berlin werden 22.000 Pflanzenarten kultiviert. Diese Vielfalt unseren Besuchern im Jahreszeitenverlauf zu vermitteln ist ein großes Anliegen des Gartens." begründet Direktor Prof. Dr. Thomas Borsch die Neuerung. "Während einige Gartenbereiche das ganze Jahr über sehenswert sind, entfalten andere während einer bestimmten Jahreszeit ihren besonderen Reiz. Mit dem neuen Jahreszeitenpfad geben wir eine Empfehlung für den Besuch im Botanischen Garten, welche Bereiche aktuell besonders sehenswert sind." erklärt Borsch weiter.

Einige Höhepunkte auf dem Frühlingspfad

Schon jetzt im März begrüßt ein Meer von Frühblühern die Besucher am Garteneingang Königin-Luise-Platz. Frühlingsstimmung verbreiten Schneeglöckchen, Winterling, Christrosen, Märzenbecher und Leberblümchen. Mit zunehmender Wärme entfalten sich die Buschwindröschen und Frühlings-Platterbsen in den angrenzenden heimischen Wäldern. Im Mittelmeerhaus zeigt sich dagegen der Frühling auf den Kanarischen Inseln und in der Mittelmeerregion mit blühendem Rosmarin, Lavendel, Natternköpfen, Drachenwurz und Riesenfenchel.

In den Wäldern Nordamerikas strahlen in Kürze die Virginische Mertensie und die Dreizipfellilien. Die kommende Blüte des stinkenden Amerikanischen Riesenaronstabs ist spektakulär.
In den japanischen und chinesischen Wäldern warten Zaubernüsse, Magnolien, wilde Kirschen, Rhododendren und schließlich die Strauch-Pfingstrosen.
Der Frühling in den Gebirgen Anatoliens und Griechenlands, im Kaukasus sowie auf dem Balkan begeistert mit farbenfroh blühenden Berghängen: Karnevals-Primeln, Walzen-Wolfsmilch, Krokusse und Blausterne lassen einen vergessen, mitten in Berlin zu sein.
Schwelgen lässt sich in der Vielfalt der vielen wilden Tulpen aus der Steppe Zentralasiens, den angrenzenden Krokuswiesen und schließlich den filigranen Dichternarzissen auf den Wiesen vor den Gewächshäusern.

Fotos: I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

 
Wohnen in Berlin wird immer teurer

Kleine Clubs, Restaurants und Cafés sowie attraktive Altbauwohnungen haben Friedrichshain-Kreuzberg zu einem der beliebtesten Quartiere Berlins gemacht – die Folge sind steigende Mieten. Obwohl die Arbeitslosenquote in Friedrichshain-Kreuzberg nach Neukölln noch die zweithöchste in Berlin ist, sind die angebotenen Wohnungen dort im Schnitt so teuer wie nirgendwo sonst in Berlin. Das geht aus dem am Montag vorgestellten Wohnmarktreport und Wohnkostenatlas der Wohnungsbaugesellschaft GSW und der Immobilienfirma CB Richard Ellis hervor. Für die Studie wurden 107 564 Mietangebote aus dem Jahr 2011 ausgewertet.

Die Wohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg wurden laut Untersuchung für durchschnittlich 8,02 Euro je Quadratmeter (kalt) angeboten. Auf Rang zwei folgt Charlottenburg-Wilmersdorf mit durchschnittlichen Angebotsmieten von 8 Euro je Quadratmeter. Berlinweit boten die Vermieter Wohnungen im vergangenen Jahr zu einer Durchschnittsmiete von 6,59 Euro je Quadratmeter an.

Die Innenstadt ist am teuersten

Im Bezirk Mitte wurden 2011 absolut gesehen die höchsten Mieten verlangt. Zugleich gab es innerhalb des Bezirks die größten Preisunterschiede. In der Historischen Mitte rund um die Straße Unter den Linden und am Potsdamer Platz lagen die Angebotsmieten im oberen Marktsegment zwischen 17 und 18 Euro pro Quadratmeter und erreichten damit die höchsten Werte der Stadt. In den Stadtteilen Moabit und in Wedding konzentrierten sich hingegen die Wohnungen des untersten Preissegments, das für den Regierungsbezirk einen Durchschnitt von 4,84 Euro je Quadratmeter ausweist.

In Pankow und Tempelhof-Schöneberg lagen die Angebotsmieten im vergangenen Jahr über dem Berliner Mittelwert. Neukölln kommt immer näher an den Mittelwert heran. Das teuerste Zehntel der Wohnungen wurde in dem Bezirk bereits zu einem durchschnittlichen Wert von 9,08 Euro je Quadratmeter angeboten. In Lichtenberg, Reinickendorf und Treptow-Köpenick lagen die Angebotsmieten mit rund 6 Euro im vergangenen Jahr unter dem Berliner Durchschnitt. Am Ende der Skala rangieren Marzahn-Hellersdorf und Spandau, wo es noch einen größeren Wohnungsleerstand gibt. Wohnungen in Spandau wurden im Schnitt für 5,52 Euro angeboten, in Marzahn-Hellersdorf sollten sie durchschnittlich 4,79 Euro kosten. Wohnungen der unteren Preisklasse gab es in Marzahn-Hellersdorf sogar schon für durchschnittlich 3,63 Euro pro Quadratmeter monatlich.

In Friedrichshain-Kreuzberg müssen die Bewohner laut der Studie am meisten von ihrem Einkommen für die Miete bezahlen. Die Wohnkostenquote, also der Anteil der Haushaltskaufkraft, den die Mieter für die Warmmiete aufbringen müssen, beträgt hier durchschnittlich 29,3 Prozent. Es folgen die Bezirke Pankow (26,9 Prozent), Charlottenburg-Wilmersdorf (26,2 Prozent) und Mitte (25,6 Prozent). In Marzahn-Hellersdorf (19,2 Prozent), Reinickendorf (21,5 Prozent) und Spandau (22,3 Prozent) geben die Mieter den geringsten Anteil ihres Einkommens für die Miete aus.

Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten wie München, Köln, Frankfurt am Main und Hamburg sind die Warmmieten in Berlin mit durchschnittlich 349 Euro je Einwohner zwar am niedrigsten. Der Betrag, den die Berliner nach Abzug von Miete und Einzelhandelskaufkraft monatlich übrig haben, ist laut der Studie von GSW und CB Richard Ellis mit 714 Euro pro Person aber dennoch geringer als das, was Münchnern (1079 Euro), Kölnern (898 Euro), Frankfurtern (841 Euro) und Hamburgern (801 Euro) verbleibt. Der Grund dafür sind die niedrigeren Einkommen in Berlin.

Berliner Zeitung, [28.02.2012]

 
Kuala Lumpur: 70.800 Euro für Kinderhilfsprojekte

Mit einer Summe von 281.500 Malaysischen Ringgit (rund 70.800 Euro) endet die Ausstellung der United Buddy Bears in Kuala Lumpur, die in knapp drei Monaten über 2,5 Millionen Besucher verzeichnen konnte.

Während des abschließenden Galadinners am 16. Februar 2012 – zu dessen Gästen Seine Königliche Hoheit, der Sultan von Selangor und die First Lady, YABhg Datin Paduka Seri Rosmah Mansor, gehörten – konnten 7 Schecks an Kinderhilfsorganisationen überreicht werden. Die Gesamtsumme setzt sich aus Spenden und Versteigerungserlösen zusammen. Unter anderem wurden zwei große und mehrere kleine Buddy Bär-Unikate zugunsten von Kindern in Not versteigert.

Mit dem Erlös werden fünf lokale Projekte (unter anderem Yayasan Permata und Yayasan Raja Muda Selangor), sowie UNICEF International als auch Buddy Bear Help e.V. unterstützt.

Buddy Bear Help e.V. wird mit Hilfe der ihr zugedachten Versteigerungserlöse unter anderem weiterhin – wie auch schon in den vergangenen Jahren – die monatliche Miete für die ARCHE in Berlin-Wedding tragen.

Die Welttournee der über 140 von Künstlern aus 140 Ländern gestalteten Bärenskulpturen geht weiter. Ende März 2012 wird die Ausstellung in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi eröffnet.

 
2011-Bilanz: Zehn Millionen Gäste, 22 Millionen Übernachtungen

Über 22 Millionen Übernachtungen und fast zehn Millionen Gäste – der Tourismus in der Hauptstadt hat 2011 neue Rekordzahlen erreicht. Damit behauptet sich Berlin erfolgreich im internationalen Städte- und Kongresstourismus und hat die Position als Top-3-Reiseziel in Europa – hinter London und Paris und vor Rom – weiter gefestigt. Neue Wirtschaftsimpulse wird der neue Flughafen BER bringen.

Tourismus – eine Schlüsselbranche für die Stadt
"Das Interesse am Reiseziel Berlin ist ungebrochen", sagt Berlins Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz im Rahmen der heutigen Pressekonferenz im Waldorf Astoria, einem bedeutenden, da stadtbildprägenden, Berliner Hotelneubau 2012. "Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für Berlin und gewinnt weiter an Gewicht." Dieser Bereich verzeichnet einen Bruttoumsatz von rund neun Milliarden Euro und hat einen hohen Beschäftigungseffekt – 230.000 Personen leben in Berlin vom Tourismus. Das ist ein großer Erfolg für eine der Schlüsselbranchen unserer Stadt.

Bis 2020 die 30-Millionen-Marke im Visier
Großes Potenzial für die Stadt sieht von Obernitz künftig in der neuen Infrastruktur für Berlin-Besuche: "Der Flughafen BER mit vielen neuen Flugverbindungen wird die Tourismuswirtschaft weiter stärken. 30 Millionen Übernachtungen im Jahr 2020 hält die Branche für realistisch." Häufig kommt erst der Tourismus, dann die Investoren: "Der Tourismus transportiert das positive Image Berlins in die Welt und bereitet dadurch das Fundament für die weitere Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Der Senat wird den Berlin-Tourismus deshalb in den kommenden Jahren intensiv unterstützen", ergänzt die Senatorin. Besonderes Augenmerk wird auf den Tagungs- und Kongressmarkt gelegt.

Berlin etabliert sich als erfolgreiche Tourismus-Metropole
Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin, zum Wachstumskurs der deutschen Hauptstadt: "Über 22 Millionen Übernachtungen zeigen: Die Welt kommt gern nach Berlin. Trotz wirtschaftlicher Krisen in anderen europäischen Ländern reisten wieder mehr internationale Gäste nach Berlin. Die Stadt zeigt sich krisenresistent." Vom Flughafen BER erhofft er sich einen Sprung für die Destination: "Der BER ist eine wichtige Etappe auf Berlins Weg zurück zur Weltstadt. Neue Langstrecken-Verbindungen werden dazu beitragen, eine noch erfolgreichere Tourismus-und Kongress-Metropole zu werden." Das Drehkreuz BER wird insbesondere die Chancen Berlins bei der Bewerbung für internationale Großveranstaltungen verbessern.

Roland-Berger-Studie: Berlin Top 3 nach London und Paris – Tourismusstrategie geht auf
Die deutsche Hauptstadt ist Champion in Europa. Berlin spielt neben London und Paris souverän in der Liga der großen Drei. Mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum von sieben Prozent blickt Berlin innerhalb der letzten fünf Jahre europaweit sogar auf das größte Wachstum bei den Übernachtungen zurück. Das hat die Strategieberatung Roland Berger ermittelt. Hierzu wurden 24 Hauptstädte in Europa verglichen. Berlin überzeugt mit einem Tourismuskonzept, das in den letzten Jahren konsequent verfolgt wurde, wie die aktuelle Studie "European Capital City Tourism" bestätigt. "Berlin zeigt eindeutig, dass es sich zu einem der wichtigsten Tourismus- und Kongresszentren Europas entwickelt hat. Das verdankt die deutsche Hauptstadt einer durchdachten Tourismusstrategie und einer ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft", so Dr. Vladimir Preveden, Partner von Roland Berger. Bezüglich des Anteils internationaler Gäste hat Berlin laut Dr. Preveden allerdings noch Nachholbedarf.

Die Destination Berlin in Zahlen
"Seit Jahren ist die Zahl der Übernachtungen in Berlin gestiegen: 2011 waren es über 1,5 Millionen mehr Übernachtungen als 2010", sagt Prof. Dr. Ulrike Rockmann, Präsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. "Neben den Besuchern aus Deutschland wird Berlin bei internationalen Gästen immer beliebter. 41 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf Gäste aus dem Ausland. Die höchsten Zuwachsraten im letzten Jahr weisen Besuchergruppen aus Island, Indien, Russland und Brasilien auf. " Prof. Dr. Rockmann ergänzt, dass Gäste aus Großbritannien Berlin am zahlreichsten besuchten, gefolgt von Niederländern, US-Amerikanern und Italienern.

Wachstumspotenzial für die Stadt steckt vor allem in den sogenannten BRIC-Märkten (Brasilien, Russland, Indien, China), die von visitBerlin intensiv bearbeitet werden. In diesen Ländern ist eine neue reisefreudige Mittelschicht entstanden, die künftig noch stärker für Berlin begeistert werden soll.

Den Besuchern stehen inzwischen 120.800 Betten zur Verfügung, 7,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die durchschnittliche Hotelbetten-Auslastung lag mit 51,2 Prozent leicht über dem Vorjahresstand (51 Prozent). Jeder Übernachtungsgast gibt während seines Berlin-Besuches pro Tag durchschnittlich 197 Euro aus (Wirtschaftsfaktor 2009) – für das Hotelzimmer, beim Abendessen, im Museum oder beim Shopping.

Landespressedienst, [15.02.2012]

 
Auf Kurzbesuch in der Hauptstadt: Deerberg kommt ins Forum Steglitz!

Nur für kurze Zeit, aber dafür umso schöner: Der Deerberg Versand aus der Lüneburger Heide bringt ein Stück Landleben in die Hauptstadt. Ruhe, Gelassenheit, Rückbesinnung auf die Natur – all diese Werte liegen derzeit im Trend. Für Deerberg sind diese Werte seit mittlerweile 25 Jahren selbstverständlich.

Individuelle Mode aus natürlichen Materialien, hochwertige Schuhe und tolle Accessoires finden Sie vom 03.02. bis 31.03.2012 in unserem Deerberg-Outlet im Forum Steglitz montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr.

Alle Artikel aus vorherigen Kollektionen haben wir für Sie um 40% reduziert! Hier wartet mit Sicherheit Ihr neues Lieblingsstück auf Sie!